Die GHS Inden sieht sich als Nischenschule

Von: ahw
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Der Indener Schulausschuss bes
Der Indener Schulausschuss besichtigte vor seiner jüngsten Sitzung auch den Außenbereich der Gemeinschaftshauptschule, der vor zwei Jahren mit diversen Geräten für Sport und Spiel völlig neu gestaltet worden ist. Foto: Wolters

Inden. Der Indener Schulausschuss benutzte seine jüngste Sitzung in der Gemeinschaftshauptschule Inden auch dazu, sich vor Beginn der Beratungen bei einem Rundgang durchs Schulgebäude ein Bild von dessen Ausstattung und baulichem Zustand zu machen.

Schulleiter Jürgen Rudig und sein Stellvertreter Helmut Gülden übernahmen die Führung und standen auch für Fragen zur Verfügung.

Bauklötze gestaunt

Die Ausschussmitglieder staunten stellenweise Bauklötze, was den Hauptschülern geboten wird. „Das war längstens notwendig”, kommentierte Ausschussvorsitzende Karin Krings mit einiger Befriedigung den Umstand, dass die Schule über insgesamt rund 50 PC-Arbeitsplätze mit Internetzugang verfügt, die sich über den Computerraum und diverse Fachräume verteilen und inzwischen in diversen Fächern eingesetzt werden.

Aufhorchen ließen auch die Ruheräume in der ehemaligen Hausmeisterwohnung, wo das Lehrerkollegium - Altersdurchschnitt rund 52 Jahre - im laufenden Ganztagsbetrieb einen Rückzugsbereich findet. Viel Lob der Ausschussmitglieder gab es auch für die neu gestalteten Außentoiletten (wir berichteten), die von den Schülern ausgesuchten Chill-Möglichkeiten auf dem Schulhof sowie den vor zwei Jahren neu gestalteten Sport- und Spielbereich, dessen Belegung in den Pausen von der Schülerschaft selbst organisiert wird.

Die Hauptschule Inden als Erfolgsgeschichte ließe sich auch der Bericht überschreiben, den Rudig und Gülden wechselweise vortrugen. „Die Schülerzahlen sind verblüffend stabil”, ließ beispielsweise der Schulleiter wissen. Aktuell werden an der GHS Inden 321 Mädchen und Jungen sowie sechs Probeschüler/innen, durch den „guten Ruf der Schule angelockt” in 17 Klassen unterrichtet, davon über 60 im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts (GU). Somit ging die Schülerzahl in den vergangenen vier Jahren minimal von 335 auf 327 zurück.

Zum kommenden Schuljahr wurden bisher 39 Kinder aufgenommen, davon acht mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Rudig nimmt allerdings an, dass es bis Juni noch weitere Anmeldungen geben werde. Als bedauerliche Besonderheit bezeichnete er die - gerade im Vergleich zum Vorjahr - äußerst geringe Zahl von vier Anmeldungen aus dem Gemeindegebiet. Es erscheint, vorstellbar, dass hier offenbar der Wirbel um die Einführung der Sekundarschule und das damit verbundene Auslaufen der Hauptschule viele Eltern verunsichert hat.

Stattliche Erfolgsbilanz

Teil der Erfolgsbilanz sind die Abschlüsse, die am Ende des vergangenen Schuljahres vergeben worden sind, und die darauf folgende „Ausbildungskarriere” von insgesamt 65 Schülerinnen und Schülern. Die Schwerpunkte im Schulprofil sind die Bereiche „Berufsorientierung” und „Gute gesunde Schule”. Nachdem der gleichnamige Wettbewerb erneut gewonnen wurde, muss die Schule in diesem Jahr aussetzen. Zudem ist die GHS Inden die einzige „Good-Practice-Schule” im Kreis Düren. Für den Wettbewerb hatte die Verbraucherzentrale NRW die Schulverpflegung unter die Lupe genommen.

Auf diesem Sektor plant die Schule ein neue Projekte wie die Realisierung eines Bistrobetriebs in der Schulaula oder die Fortführung von gemeinsamen Kochtagen von Schülern und Eltern. Als weitere Pfeile liegen die Einführung einer Schulfeuerwehr und der Ausbau des Schwarzlicht-Theater einschließlich öffentlicher Auftritte im Projektköcher.

Mit all den Pfunden, die die GHS Inden zu bieten hat, ist Jürgen Rudig um die Zukunft des Schulstandortes nicht bange: im Gegenteil. Da die Sekundarschule mangels der notwendigen Anmeldezahlen auch künftig keine Option sei, könne die Hauptschule als „Nischenschule” durchaus längerfristig überleben.

40-Jahr-Feier am 23. Juni

Rudig und Gülden versäumten es auch nicht, für die 40-Jahr-Feier der Schule am 23. Juni die Werbetrommel zu rühren. Bei dieser Gelegenheit werde die Schule die Chance nutzen, sich und ihre Leistungsvielfalt in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
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