Die Gemeinde Titz entwickelt sich beeindruckend

Von: Volker Uerlings
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Titz. Gutachter haben hieran keine Freude, weil sie davon leben. Die Gemeindeverwaltung hat einen „Sachstandsbericht zur Entwicklung der Gemeinde Titz“ auf den neuesten Stand gebracht, ohne dafür Geld auszugeben oder externe Helfer einzuschalten. Nicht nur dieser Aspekt wurde bei der ersten „Lesung“ im Fachausschuss von der Politik durch die Bank begrüßt – auch der Inhalt ist durchaus interessant.

Die Landgemeinde hat sich in den vergangenen Jahren in vielerlei Hinsicht so positiv entwickelt, wie es sich manche Kommune wünschen würde. Die Einwohnerzahlen steigen wieder, Bauland wird stark nachgefragt. Die Pendlerkommune profitiert hier zweifelsfrei von ihrer Nähe zur Rheinschiene. Vor allem: Binnen fünf Jahren ist der Wohlstand der Bürgerschaft spürbar gewachsen.

Das verfügbare Einkommen privater Haushalte lag 2007 noch deutlich unter dem Landesdurchschnitt und bei der letzten aktuellen Erhebung deutlich darüber. Pro Einwohner stieg es um rund 3000 Euro. Das schlägt sich auch im Titzer Haushalt nieder. Eine der wichtigsten Ertragspositionen im Etat – der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer – ist von 2011 bis 2015 um 32 Prozent gestiegen: um eine Million auf 4,1 Millionen Euro.

Bei der Gewerbegebietsentwicklung hinkt die Gemeinde noch hinter den gesteckten Zielen zurück, allerdings beschränkt sich das wesentlich auf das Areal „An der A 44“, wo es „trotz intensiver Vermarktungsbemühungen“ bislang noch nicht zu einem Ansiedlungserfolg gekommen ist. Manchmal braucht man einen langen Atem, denn nach jahrzehntelang schleppender Vermarktung des Gewerbegebietes Ameln ist hier Schwung hineingekommen, der sich in langsam, aber stetig wachsenden Gewerbesteuereinnahmen zeigt. Und Hoffnungen ruhen in Titz auch auf dem interkommunalen Gewerbegebiet „Campus Merscher Höhe“, das mit der Stadt Jülich und der Gemeinde Niederzier in Angriff genommen wird.

Der Entwicklungsbericht zeigt den Status Quo auf und gibt Handlungsempfehlungen. „Das ist ein strategisches Papier, das sind Leitplanken für uns“, sagte Bürgermeister Jürgen Frantzen. Auch der dem jetzigen „Update“ zugrunde liegende Bericht, der 2009 von Professor Helmut Breuer (RWTH) erstellt worden ist, „ist bei uns nicht in der Schublade verschwunden“, so Frantzen.

Die Zukunftsplanung sieht unter anderem die Erweiterung der Nahversorgung in Titz vor, die Stärkung der Grundversorgung im zweiten Siedlungsschwerpunkt Rödingen, ein Multi-Generationen- und Vereinshaus in Rödingen, Ausbau von Kindergarten und Primusschule und vor allem die Schaffung von weiteren Bauflächen in mehreren der 16 Orte; hier geht es neben den klassischen Eigenheimen ebenso um sozial geförderten und seniorengerechten Wohnraum. Zur Vermarktung des Gewerbegebietes „A 44“ wird ein strategischer Partner gesucht.

CDU und SPD lobten den Bericht.

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