Die Gemeinde Inden im Überlebenskampf

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Zwei Bewerber gibt es für den Chefposten im Indener Rathaus. So oder so werden die Aufgaben für den neuen Chef der Gemeindeverwaltung die gleichen sein. Die Gemeinde muss neue Einwohner bekommen. Die Förderung des Tourismus mittels Restsee und Indemann könnte hierauf eine Antwort sein. Foto: Andreas Bongartz

Inden. Einwohner und Land sind für eine Gemeinde kostbare Güter. Einwohner und Land - beides sind Knackpunkte für die Gemeinde Inden, die im Kreis Düren besonders stark vom Braunkohletagebau betroffen ist.

So sind Inden und Altdorf dem Tagebau bereits zum Opfer gefallen, die Umsiedlung von Pier ist in vollem Gange. Das macht sich natürlich bei den Einwohnerzahlen bemerkbar und grenzt an einen Überlebenskampf: Gut 8000 Einwohner zählte Inden zu Spitzenzeiten, mittlerweile sind es um die 7200.

Während aus Inden und Altdorf der neue Zentralort Inden/Altdorf wurde und sich die Umsiedlung größtenteils innerhalb des Gemeindegebiets vollzog, sieht die Sache bei der Umsiedlung von Pier schon anders aus. Viele Pierer wählten den Langerweher Ortsteil Jüngersdorf als neue Heimat.

Das merkt die Kommunalpolitik auch in der Kasse, schließlich ist die Zahl der in der Gemeinde lebenden Menschen bei den Schlüsselzuweisungen des Landes von herausragender Bedeutung. Der Bevölkerungsschwund kostet einige hunderttausend Euro. Das schmerzt, vor allem da Inden ohnehin finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Zentrale Aufgabe der Indener Kommunalpolitik ist daher, für die Ansiedlung neuer Bürger und Gewerbetreibender zu sorgen.

Da aber gut 70 Prozent des Gemeindegebiets vom Tagebau Inden betroffen sind, sind die Möglichkeiten der Gemeinde hier begrenzt. Mit der Ausweisung der neuen Baugebiete „Waagmühle” und „Müllenark” konnte man dem Einwohnerverlust entgegen wirken.

Und die Indener stecken den Kopf nicht in den Sand: Die Gemeindeentwicklung wird aktiv voran getrieben. Das Stichwort lautet für viele dabei „Tourismus”. Mit dem „Indemann” soll ein Leuchtturmprojekt verwirklicht werden, das mit einem attraktiven Freizeitareal über die Gemeindegrenzen ausstrahlen soll. Die Gestaltung der Goltsteinkuppe - eine große Aufgabe der Zukunft.
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