Die gefragte Frühkartoffel wird jetzt geerntet

Von: dmd
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Frühkartoffeln aus dem Jülicher Land: Christoph Steffens, staatlich geprüfter Landwirt, erntet seit dem 14. Mai. Foto: Mengel-Driefert

Merzenhausen. Deutsche Ware gab es nur vom vergangenen Herbst. Doch jetzt ist sie da, die Frühkartoffel. „Für viele Leute ist das was Besonderes“, sagt Jürgen Klingenmaier, Pflanzenbauberater bei der Landwirtschaftskammer Düren. „Frühkartoffeln zu Spargeln – das wird geschätzt“.

In Merzenhausen – zum Beispiel – werde früh geerntet. Christoph Steffens vom Merzbachhof ist seit dem 14. Mai dabei. Früher kamen die ersten Kartoffeln um Peter und Paul auf den Markt, so Klingenmaier; also Ende Juni, Anfang Juli. Heute schafften die Landwirte es viel früher.

Damit das möglich ist, pflanzt Steffens früh. So um den 17. Februar herum. In diesem Jahr hat sich das gelohnt. Nicht immer sei das der Fall. Er pflanzt, sobald der Boden es von der Feuchtigkeit und den Temperaturen zulässt. Eigentlich seien die Voraussetzungen in diesem Jahr nicht so günstig. Das Frühjahr war relativ kalt. Dagegen wird dann eine Folienabdeckung eingesetzt.

In der Wachstumsphase bräuchten die Pflanzen extrem viel Wasser, dann setzt Steffens eine Bewässerung ein. Trockene Phase werden überbrückt. Die Pflanzkartoffeln werden vorgekeimt, das bringe eine weitere Verfrühung von zehn bis 14 Tage. Allerdings brechen beim Setzen der Kartoffeln die Keime schnell ab. Doch auch dafür gebe es eine Lösung: „Jede Knolle wird einzeln mit der Hand in die Erde gelegt“, sagt Steffens.

Banger Blick auf das Wetter

Ein bisschen Glück sei beim Anbau auch dabei. Denn: Die Verfrühung bringe Risiken mit sich. Komme es zu schweren Frösten, könne der Schaden groß sein, bis zum Totalausfall einer Ernte. Der Bauer verrät: „Ich zittere dann immer und gucke häufig auf die Wetterapps“. In Zahlen ausgedrückt bedeutet ein Totalausfall 4000 bis 5000 Euro Verlust pro Hektar. Kleinere Fröste habe es auch in diesem Jahr gegeben, mit Hilfe der Folien hätten die Pflanzen sie aber überstanden.

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