Die Feinarbeit am Place de Lesquin beginnt

Von: Otto Jonel
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210 schützenswerte Bäume stehen auf und am Place de Lesquin. Sie sind ein Faktor, der Verschiebungen von geplanten Baukörpern notwendig macht. Foto: Jonel

Linnich. In den nächsten Wochen werden Linnichs Politiker eine Reihe von Entscheidungen treffen müssen, prophezeite Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt. In ihrem Sachstandsbericht zu Umsetzung des Integrierten Handlungskonzeptes (IHK) wurde deutlich, wie viel Arbeit zu leisten ist, um die Vorstellungen und Pläne auf die Praxisebene zu bringen.

Alle Projekte, die im kommenden Jahr umgesetzt werden sollen, müssen bis Ende Dezember antragsreif sein und der Bezirksregierung zur Förderung vorgelegt werden. Ein Schwerpunkt im nächsten Jahr ist der Ausbau der Rurstraße. In der Fachausschusssitzung am 4. Oktober wird die Planung vorgestellt. Zwischenzeitlich sind erste Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW, dem Straßenverkehrsamt und Vertretern des ÖPNV über das Verkehrskonzept geführt worden, das mit der Neugestaltung der Rurstraße einige Änderungen bringen wird.

Ein Hauptaspekt dabei war der Schwerlastverkehr, der von Aldenhoven über die Landesstraße 228 in die Stadt rollt. Der soll nach dem Willen aller aus der Stadt verbannt werden. „Da sind wir noch nicht zu einer endgültigen Lösung gekommen“, räumte die Bürgermeisterin ein.

Abseits der Rurstraße ist die Neugestaltung des Place de Lesquin das zweite Großprojekt, das 2017 angegangen wird. Dabei hat die Kultur- und Begegnungsstätte einen besonderen Stellenwert. Sie muss bis zum 31. Dezember 2018 fertig sein. Die Zeit drängt also – und die Verwaltung drückt aufs Tempo. „Wir hoffen jetzt, zeitnah die Ausschreibung fertigstellen zu können“, sagte die Bürgermeisterin. „Wir kennen die wesentlichen Parameter.“ Damit meinte sie Platzbedarf, Raumkonzept und vor allem den Kostenrahmen von 1,8 Millionen Euro.

Aktuell sind Planer und Stadtverwaltung dabei, den Bebauungsplan für den gesamten Place de Lesquin zu erstellen. „Der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Es hat sich herausgestellt, dass einige Verschiebungen notwendig sind“, legte die Bürgermeisterin dem Ausschuss die Änderungen gegenüber dem Rahmenplan vor. Sie betreffen in erster Linie das Inklusionshotel. Der Bau wird nicht nur näher an die Rurstraße verlagert, er wird auch eine geringere Grundfläche einnehmen, ohne an Volumen zu verlieren. In Abweichung vom ursprünglichen Plan soll das Gebäude nicht mehr eingeschossig werden, sondern zwei- oder dreigeschossig. Mit dem Investor sei diese Änderung besprochen worden und er sei damit einverstanden, erklärte die Bürgermeisterin.

Zusätzliche Parkplätze

Auch bei den Parkplätzen wird sich etwas verändern müssen, um die Genehmigungsfähigkeit des Bebauungsplans zu wahren. Es werden mehr Parkplätze angelegt werden müssen als ursprünglich vorgesehen. Ein Teil davon wird in den Bereich zwischen Hallenbad und Rurufer ausgelagert.

Ein Hauptgrund der „Verschiebungen“ ist letztendlich die Natur. Auf und am Place de Lesquin wachsen 292 Bäume. „Davon sind 210 satzungsrelevant“ – also kein Fall für die Kettensäge.

Bei allen sich abzeichnenden Veränderungen beruhigte Marion Schunck-Zenker den Ausschuss; „Wir bleiben weitgehend am beschlossenen Rahmenplan.“ Selbst die Kirmes muss nicht abspecken.

Eines wäre allerdings völlig neu. Mit der Indeland Entwicklungsgesellschaft werde derzeit über ein eventuelles Indeland-Portal, einen Info-Point gesprochen. „Wir hätten da schon gerne etwas, das uns bei der Platzgestaltung nach vorn bringt. Ein zweiter Indemann wird das sicherlich nicht sein“, schmunzelte die Bürgermeisterin.

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