Linnich - Die evangelische Frauenhilfe feiert ihr 101-jähriges Bestehen

Die evangelische Frauenhilfe feiert ihr 101-jähriges Bestehen

Von: ptj
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Die Seniorinnen der Frauenhilfe auf einen Blick. Im schwarzen Ornat ist Pfarrerin Wiebke Harbeck (2. Reihe links) zu sehen. Foto: Jagodzinska

Linnich. Eine „krumme Zahl“ veranlasste die evangelische Kirchengemeinde Linnich zu einem „ganz besonderen Gottesdienst“: Die evangelische Frauenhilfe feierte ihren 101. Geburtstag. Warum wurde solch ein Anlass nicht schon 2014 gefeiert? Laut Pfarrerin Wiebke Harbeck hatte man erst daran gedacht, als schon alles terminlich verplant war.

Allerdings tat die verspätete Feier mit Gottesdienst und anschließendem Empfang bei Sekt und Suppe dem Jubiläum keinen Abbruch: „Wir stoßen heute an auf das 101. Jahr Frauenhilfe Linnich. Wir feiern ein bisschen uns selbst, das dürfen wir, und wir schauen in die Zukunft“, ermunterte die Pfarrerin zum Beginnn des Gottesdienstes.

Puzzle zum Kirchenbau

„Kirche bauen“ hieß ihr aus verschiedenen Sichtweisen betrachtetes Stichwort zum Jubiläumsjahr. Als Grundlage diente die kleine Geschichte einer ostfriesischen Kirche mit schiefem Turm, die trotz fehlender Baupläne wieder aufgebaut worden sei. Manchmal baue man eben Kirche ohne Plan. Es funktioniere trotzdem, weil „der Grundstein in Jesus Christus (bereits) gelegt ist“. Als Jubiläumsgeschenk für jedes der rund 30 Mitglieder der Frauenhilfe diente ein recht kniffliges Puzzle zum Kirchenbau.

Die Frauenhilfe, seit 1914 „fester Bestandteil des Gemeindelebens“, sei keinesfalls ohne Plan. Vorsitzende Monika Hamacher-Burggraef habe mit ihrem Team bereits ein „liebevolles und abwechslungsreiches (Jahres)Programm zusammengestellt“.

Frauengemeinschaft Linnich bedeute „gelebte Ökumene, (mit)geteilter Glaube“. Die „kontinuierliche feste Größe“, die viel Freude miteinander teile, aber auch „seelischen Beistand in traurigen Zeiten“ biete, sei nicht wegzudenken. „Lasst euch selber wie lebendige Steine aufbauen..., deren Haupt Jesus Christus ist“, heißt es im Korintherbrief. Die Frauenhilfe sei solch ein „lebendiger Stein“ in der Kirchengemeinde.

Letztere verglich die Seelsorgerin mit einer „Dauerbaustelle, die bei Kirchen Prinzip ist: Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die künftige suchen wir“, zitierte die Pfarrerin Verse aus dem Hebräerbrief. „Besonders freuen wir uns, wenn wir anbauen dürfen. Neue Steine kommen mit den alten in Berührung, tragen und stützen einander“, verglich die Geistliche bildhaft die Glieder der Gemeinde. „Wir sind Kirche im Dorf, was wir tun, soll ausstrahlen. Auch unsere Frauenhilfe ist mittendrin“, war eine andere Betrachtungsweise.

Eine weitere kleine Geschichte gab das Stichwort zu einer weiteren Auslegung: Drei Bauarbeiter sind dabei, Steine zu behauen. „Was tust du da?“, fragte ein Junge einen nach dem anderen. „Ich behaue Steine, ich verdiene Geld“, sagten die ersten beiden Befragten.

„Ich baue einen Dom“, gab sich der Dritte visionär. „Wir haben eine Vision, nämlich Teil der einen großen Kirche Jesu Christi der ganzen Welt zu sein, über alle Zeiten hinweg“, folgerte die Pfarrerin. So stehe auf dem Schild der aktuellen Dauerbaustelle geschrieben: „Komm und bau mit“.

Die musikalische Umsetzung fand Harbeck in dem Kirchenlied mit dem Kehrvers „Komm, bau‘ ein Haus, das uns beschützt, pflanz‘ einen Baum, der Schatten wirft...“.

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