Die Entwicklung Jackeraths wird weiter vorangetrieben

Von: ptj
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Der einstimmig gewählte Vorsitzende des neuen Dorfvereins, Wolfgang Sieben, stellt die Auswertung der Fragebogenaktion im Bereich ÖPNV vor. Foto: Jagodzinska

Jackerath. Die Bewohner Jackeraths krempeln die Ärmel hoch, um ihre „Zukunft selbst zu gestalten“. Auf die „Dorfwerkstatt“ im Februar folgte unlängst die erste Dorfversammlung im Pfarrheim.

Erstere war eine Initiative des Kreises Düren zur Unterstützung der Dorfentwicklung. Wie geplant wurden beim Workshop Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken herausgearbeitet. Ferner beschlossen die Bürger eine Fragebogenaktion, deren Auswertung in der Dorfversammlung präsentiert wurde.

Erfreulicherweise hatten zwischenzeitlich schon erste Anregungen zur Umsetzung geführt. Dazu zählten eine Jugendversammlung mit elf Interessierten, die Einrichtung eines provisorischen Jugendtreffs auf der Außenterrasse des Lokals „Ongsiek“, die Instandsetzung der Bänke am Kirschenberg und eine Beetpatenschaft. Nicht zuletzt gründete sich als Konsequenz aus dem breit gefächerten Aktionsfeld im Anschluss an die Versammlung ein Dorfverein mit dem Namen „Jackerather Dorf-Forum“.

„Wir sind kein Feierverein. Es geht um die Gestaltung von Jackerath“, betonte Wolfgang Sieben, der später einstimmig zum Vorsitzenden gewählt wurde. Weil es zur transparenten Verwaltung von Geldern und den diversen Antragstellungen einer „juristischen Person“ bedürfe, ist nach Bekunden des Jackerather Juristen Norbert Dorsemagen eine Vereinsgründung vonnöten.

Bei der Fragebogenaktion wurde pro Haushalt ein Bogen verteilt. Rückmeldungen gab es 84, was jedem dritten Haushalt entspricht. Vier Fragen richteten sich speziell an Kinder und Jugendliche von 10 bis 18 Jahren, insgesamt 19 Kids beteiligten sich.

Alle 19 wünschten sich ein Jugendzentrum, 17 davon im Pfarrheim. Ortsvorsteher Artur Faulhammer schlug vor, die Kirche als Eigentümerin zu fragen. „Der ausschlaggebende Input“ muss nach Meinung Siebens aber von den Jugendlichen selbst kommen. 18 Kids erklärten sich bereit, die Räume mitzugestalten. 15 von ihnen gaben Fußball als ihre Lieblingsaktivität an, gefolgt von Handwerken (11). 36 Erwachsene kreuzten an, dass sie an einer Zusammenarbeit mit der Jugend interessiert seien.

Ein großes Thema war der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Ein eigenes Auto steht laut Umfrage 79 Haushalten zur Verfügung. Nur 13 nutzen derzeit das ÖPNV-Angebot in Jackerath, 10 davon täglich, 33 nie. 72 Befragte bestellen niemals das Sammeltaxi, 10 „eher selten“. Weil das Sammeltaxi, mit festem Fahrplan und an die Dürener Kreisbahn gekoppelt kaum bekannt zu sein scheint, wurde ein Flyer zur Verteilung an alle Haushalte gedruckt.

„Gar nicht zufrieden“ mit dem ÖPNV-Angebot zeigten sich 43, „mittelmäßig zufrieden“ 24 Personen. Gewünscht wurden zehn Fahrstrecken, davon plädierten 67 für eine Verbindung von Jackerath nach Erkelenz, 22 nach Bedburg, 9 nach Mönchengladbach, 7 nach Grevenbroich.

Ergänzend klärte Bürgermeister Jürgen Frantzen über den Nahverkehrsplan des Kreises Düren auf, der „alle paar Jahre neu aufgestellt“ werde. Eine Umfrage gehe dieser Fahrplanänderung voraus. So sei bereits beschlossen, die Kommunen ohne eigenen Bahnanschluss durch Schnellbusse sowohl an den nächsten Bahnhof als auch ans Zentrum der Nachbarkommune anzuschließen. Damit sei eine Anbindung nach Erkelenz gewährleistet.

Nächstes großes Thema war das Jackerather Erscheinungsbild, dessen Auswertung der später gewählte Schriftführer Georg Dienst vorstellte. „Mittelmäßig zufrieden“ erklärten sich 60 Personen, 23 waren „gar nicht zufrieden“. 58 sind zu Pflegeaktionen bereit. 52 wünschen zusätzliche Beete, Grünanlagen oder Bäume, ebenso viele wollen eine Neugestaltung der Ampelkreuzung an der Autobahn.

Besonders lang war die Liste der „Gedanken und Anregungen“, die mit der Erneuerung des Straßenbelages begann, über die Einrichtung eines Dorfladens und Integrationsmaßnahmen, insbesondere für ausländische Neubürger führte, bis hin zur ständig aktualisierten Infotafel und Internetseite.

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