Die „Dukes“ suchen eine neue Heimat

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Die „Jülich Dukes“ auf dem heimischen Baseball-Feld in Barmen: Möglicherweise wird das nicht mehr lange so sein. Foto: JZ/JN

Jülich. Vor kurzem erst haben die Jülich Dukes mit ihrer Jugendmannschaft in einem Demonstrationsspiel beim Schulfest der Realschule Aldenhoven wieder einmal kräftig die Werbetrommel für den Baseball-Sport gerührt. In einer proppenvollen Turnhalle gaben die Jülicher einen Einblick in Ihren Sport.

Es war der letzte Auftritt der Herzöge in einem nach eigenen Angaben „unglaublich erfolgreichen und intensiven Jahr 2012“, in dem die Dukes sportlich überzeugt und die Mitgliederzahlen in die Höhe geschraubt haben.

Annähernd 100 Mitglieder zählt der Baseballclub Jülich e.V., hinzu kommt ein Förderverein seit November. Doch der frisch gewählte Vorstand um den neuen 1. Vorsitzenden Dr. Stefan Rauschen muss in der Winterpause die Ärmel hochkrempeln, um den Verein fit für die Zukunft zu machen. Durch neue Aufstiegsvoraussetzungen und den massiven Anstieg an Aktiven im Verein, hat sich für die Dukes ein existenzielles Problem aufgetan: Das heiß geliebte Dukes Field, die Spielfläche an der Seestraße in Barmen und seit 20 Jahren Vereinsheimat, ist für den künftigen Sportbetrieb nicht mehr geeignet.

Die Spielfläche ist zu klein, da die vom Verband vorgegebenen Mindestgrößen bereits jetzt nicht eingehalten werden und man mit der Herrenmannschaft in einer höheren Liga gar nicht erst antreten dürfte. Auch für die bis zu 50 Kinder und Jugendlichen, die am Jugendtraining teilnehmen, ist der Platz nicht ausreichend. Umkleidekabinen und sanitäre Einrichtungen fehlen ganz, Erweiterungsmöglichkeiten sind aus Gründen des Naturschutzes nicht gegeben.

Die Qualität der mit Wurzelwerk und anderen Unebenheiten durchsetzten Rasenfläche im hinteren Teil des Platzes „hat mit einer Sportfläche nicht viel gemein“, so der Dukes-Vorstand. Hinzu komme, dass vor jedem Training und Spiel sowohl Spielfeld als auch Zuschauerbereich mühsam von Hundekot befreit werden müssen.

Mit alldem hat man sich jahrelang arrangiert, doch ist für die Dukes der Zeitpunkt gekommen, an dem dieser Umstand der weiteren Entwicklung des Vereins im Wege steht. Aus diesem Grunde haben die Jülich Dukes einen Antrag an den Jülicher Bürgermeister auf Zuweisung eines neuen Geländes zur Ausübung ihres Sports gestellt. Benötigt wird eine Fläche, die groß genug ist, einen Baseballplatz nach internationalen Maßen und ein Softballfeld für die Jugend- und Damenteams einzurichten.

Im Vorfeld haben Gespräche zwischen den Dukes und verschiedenen Interessenvertretern stattgefunden, die eine Fläche im Bereich des Brückenkopf-Parks ins Auge gefasst haben. Nach Ansicht des Vereins ist das eine „ideale Lage sowohl für den Verein als auch den Park und das neu entstehende Jugendgästehaus, das man in größere Turniere oder Veranstaltungen hervorragend integrieren könnte“.

Eine weitere interessante Entwicklung deutete sich in den letzten Tagen an, da die Neunkirchen Nightmares als Meister der Landesliga I höchstwahrscheinlich auf ihren Platz in der Verbandsliga im nächsten Jahr verzichten. In diesem Fall wären die Herren der Jülicher erster Nachrücker und der ersehnte Aufstieg doch wieder möglich. Doch dürften die Dukes wenn überhaupt nur unter massiven Auflagen und hohem finanziellen Risiko in der höheren Liga antreten, da der momentane Platz den Verbandsanforderungen nicht entspricht.

Die Jülicher hoffen, dass die Politik sie bei der Suche unterstützt. Der Vorstand: „Eine neue Fläche ist für den Verein überlebensnotwendig, und wir hoffen, diese im Jülicher Raum zu finden.“ Auch ein Ausweichen in benachbarte Gemeinden sei als letzter Ausweg durchaus denkbar.

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