Die Dukes bezwingen im letzten Spiel den Primus

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Barmen. Zum Abschluss der regulären Saison besiegten die Verbandsliga-Herren des Baseballclubs Jülich am Samstag mit einer beeindruckenden Vorstellung den Tabellenführer, die Hagen Chipmunks, zu 0. Dass das erste der beiden Spiele in Barmen klar verloren wurde, geriet angesichts dessen schnell zur Nebensache.

Die größte Konstante im Spiel der Jülich Dukes war in ihrer ersten Verbandsliga-Saison bislang vor allem, ziemlich unberechenbar aufzutreten. Die Leistungskurve schwankte von fehlerlos bis chancenlos, doch hatten sich die Jülicher trotz des letzten Platzes in der Tabelle durchaus achtbar aus der Affäre gezogen. Bei den letzten Spielen der regulären Saison gegen den Ligaprimus aus Hagen sorgten die Herzöge bei allen Beteiligten für eine Achterbahn der Gefühle.

Spiel 1 begann wie erwartet. Die Chipmunks wurden ihrer Rolle als Tabellenführer gerecht und erarbeiteten sich vom Start weg einen kleinen Vorsprung. Doch Jülich schien nicht hoffnungslos unterlegen. Der Abstand wurde immer wieder verkleinert, und zwischenzeitlich roch es sogar nach einer Wende im Spiel, wenn die Dukes plötzlich nicht völlig aus der Spur geraten wären. Im vierten und sechsten Inning häuften sich im Spiel der Gastgeber kuriose Fehler. Teilweise wirkte vor allem die Defensive kopflos. Die Niederlage war am Ende mit 8:20 viel deutlicher als nötig, doch mehr als verdient.

In der Spielunterbrechung galt es, wieder einen klaren Kopf zu bekommen, um das zweite Spiel des Tages versöhnlicher zu gestalten und dem Publikum noch etwas zu bieten. Coach Pascal Caspers nahm nur wenige Änderungen in der Aufstellung vor, doch schien nun eine völlig andere Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Mit großem Selbstbewusstsein und breiter Brust gingen die Herzöge ans Werk und erkämpften bereits im ersten Inning eine knappe Führung. Als Ende des dritten Durchgangs der Vorsprung auf fünf Punkte angewachsen war und die Dukes noch keinen einzigen Punkt der Chipmunks zugelassen hatten, realisierten Spieler wie Zuschauer, dass etwas in der Luft lag.

Christoph Postels zeigte als Pitcher eine bestechende Performance und machte den Schlagleuten aus Hagen das Leben schwer. Mit teilweise spektakulären Aktionen wie den Fly Outs von Michael Felder und Kai Kaufmann, die die Fans der Dukes gerne noch einmal in Zeitlupe genossen hätten, wurden auch aussichtsreiche Treffer der inzwischen kleinlauten Hagener zunichte gemacht. Am Ende des fünften Spieldurchgangs führten die Dukes mit 8:0. Zwei Punkte würden reichen, um das Spiel vorzeitig zu gewinnen.

Die Nervosität im Publikum stieg, doch bei den Spielern war davon nichts zu bemerken. Michael Felder und Martin Linnartz, sonst eher für durchwachsene Leistungen am Schlag bekannt, erledigten ihren Job mit Bravour und landeten sichere Hits. Dann machte Sebastian Schütz den Deckel zu. Auf seinen satten Schlag erreichte Linnartz die Homebase und holte den umjubelten zehnten Punkt.

Die Begeisterung bei Zuschauern und Spielern ließ darauf schließen, die Dukes hätten die Meisterschaft gewonnen. Die Art und Weise, wie der fünfte Saisonerfolg eingefahren wurde, ist für die Moral der Baseball-Herzöge von großem Wert. Ganz nebenbei sorgte Christoph Postels unterstützt von seinem Team für eine Premiere: Ihm gelang der erste „No-Hitter“ in der Verbandsliga für die Dukes. Kein gegnerischer Schlagmann schaffte es gegen ihn, aus eigener Kraft durch einen Hit ein Base zu erreichen.

Mit einer solchen Performance haben die Dukes gegen jedes Verbandsliga-Team eine gute Chance. Wenn die Jülicher es schaffen, diese Leistung in der folgenden Abstiegsrunde konstant abzurufen, ist der Klassenerhalt laut Verein ein realistisches Ziel. Doch bevor sich die Jülich Dukes mit den Pulheim Gophers, Solingen Alligators und Ratingen Goose Necks an sechs Spieltagen um die beiden Plätze streiten, die zum Verbleib in der Verbandsliga berechtigen, wird erst einmal gefeiert .

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