Die Brummis bleiben ein lautes Problem an der Kirchberger Straße

Von: jan
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Ein übliches Bild: Der Schwer
Ein übliches Bild: Der Schwerlastverkehr rollt über die Kirchberger Straße. Margret Esser-Faber (v.l.), Hebert Ross und Hermann-Josef Buers müssen nicht lange warten, bis der nächste Lkw vorbei fährt. Foto: Guido Jansen

Jülich. Elegant durchfährt der Lkw die Haarnadelkurve. Dann gibt er Gas. Wäre die Kirchberger Straße in Jülich der Nürburgring - der Kies-Lastwagen hätte beim Lkw-Rennen gute Chancen. Der Ortseingang über die Kirchberger Straße ist allerdings seit Jahren ein sensibler Bereich.

Die Straße ist viel befahren, vor allem vom Lastverkehr. Und das macht den Anwohnern nach wie vor zu schaffen; trotz des Umbaus der Straße.

Lange Jahre galt es als Problem, dass die Autofahrer am Ortsausgang viel zu früh auf das Gaspedal getreten haben. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW hat der Schnellfahrerei einen Riegel vorgeschoben und die Fahrbahn der Landesstraße am Ortseingang deutlich verengt. „Das war erfolgreich”, sagte Hermann-Josef Buers, der Ortsvorsteher Jülich Mitte-West, jetzt. Die Zahl derer, die früh Gas geben, ist kleiner geworden. Unverbesserliche gibt es allerdings immer noch. „Es gibt einige, die sehen das als sportliche Herausforderung”, schilderte Anwohner Herbert Ross die zu schnelle Fahrweise.

Das Hauptproblem ist nach wie vor der Lastverkehr, der über die Straße rollt. Vor allem die Lastkraftwagen, die zwischen Jülich und dem Gebiet bei Merzenich, in dem die Autobahn des Tagebaus halber verlegt wird, hin und her pendeln. Dort werden sie mit Kies beladen, den sie nach Jülich bringen. Zwar werden die Lkw-Fahrer auf Schildern gebeten, die Kirchberger Straße zu meiden. Ohne Erfolg bisher. „Sie fahren lieber hier lang, anstatt über den Kreisverkehr und die Aachener Landstraße zu fahren”, so Buers. Der Vorteil: Eine Weg-Ersparnis von wenigen hundert Metern.

„Das geht um kurz nach fünf Uhr morgens los”, sprach Ross über den Dauer-Verkehr der Lastwagen, der im Abstand von wenigen Minuten vorbei rollt. Besonders laut werde es für die Anwohner, wenn die Lkw nicht beladen seien.

„Wir haben an dieser Stelle alles getan, was möglich war”, sagte die CDU-Ortsverbandsvorsitzende Margret Esser-Faber. Aber nach der Fahrbahnverengung, dem Zebrastreifen und den Parktaschen am Straßenrand bliebe keine Möglichkeit mehr, die Situation zu entschärfen. Ein Durchfahrtverbot für Lkw und das Einrichten einer Zone 30 sei nicht erlaubt. Mehrere Gespräche mit den Unternehmern, zu deren Fuhrpark die Lkw gehören, blieben bisher ohne Erfolg.

„Wir appellieren deswegen noch einmal an die Firmen, die Kirchberger Straße zu meiden”, so Buers und Esser-Faber. Außerdem wollen sich beide dafür stark machen, dass die Polizei häufiger am Ortsausgang Geschwindigkeitskontrollen durchführt. Das könnte Auto- und Lkw-Fahrer schnell zur Vernunft bringen.
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