Die Ära Dohmen bei CDU Linnich endet

Von: Otto Jonel
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Dank für ein außergewöhnliches kommunalpolitisches Engagement zollte Thomas Rachel dem scheidenden Vormann der Linnicher CDU-Ratsfraktion, Hans-Willi Dohmen (l.). Foto: Jonel

Linnich. Es ist eine Personalie von großer Tragweite. Hans-Wilhelm Dohmen wird dem Linnicher Stadtrat in der neuen Wahlperiode nach der Kommunalwahl am 25. Mai nicht mehr angehören. Der Tetzer kandidiert nicht mehr um ein Ratsmandat. Er zieht den Schlussstrich unter eine außergewöhnliche kommunalpolitische Vita.

Hans-Willi Dohmen wird am Ende der noch laufenden Legislaturperiode auf 45 Jahre Fraktionsarbeit in der Linnicher CDU zurückblicken, davon 40 Jahre als Fraktionsführer. „Das gibt es selten“, ordnete Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär und Vorsitzender der CDU im Kreis Düren, diese lange Spanne kommunalpolitischer Arbeit an exponierter Stelle ein.

Der Kreisparteivorsitzende hielt bei der Mitgliederversammlung des Linnicher CDU-Stadtverbandes eine Laudatio auf den Mann, der maßgeblich die Richtung der christdemokratischen Politik in dem Städtchen an der Rur bestimmt hatte. „Er hat tausende Stunden Aktenstudium hinter sich gebracht“, führte Rachel als ein herausragendes Merkmal Dohmens an. Er habe sich immer ganz tief in Themen eingearbeitet. Zuverlässigkeit, Fachwissen und Fleiß seien Hans-Willi Dohmens hervorstechendsten Merkmale

Drei Säulen, so Rachel weiter, kennzeichneten Dohmens Wirken in den zurückliegenden 40 Jahren. Als Langzeitprojekt angelegt habe er maßgeblichen Anteil an der Schaffung von Baugebieten in allen Ortschaften. Dohmen habe sich immer als Anwalt des Ehrenamtes, als Anwalt der Vereine somit verstanden.

Und schließlich habe er sich mit Erfolg für die Verlängerung der Rurtalbahnstrecke von Jülich nach Linnich eingesetzt – und werde diese Arbeit fortführen mit dem Ziel der Rurtalbahn-anbindung an die Hauptstrecke Aachen-Düsseldorf. Diese Arbeit würde er gerne fortsetzen als Mitglied des Regionalrates und des Dürener Kreistages.

Dass Hans-Willi Dohmen den Entschluss, nicht mehr für den Stadtrat zu kandidieren, „aus politischer Verantwortung“ gefasst habe, wie Rachel es formulierte, blieb der einzige Hinweis auf die personellen Konfrontationen innerhalb der Linnicher CDU. Dohmen, ein Mann mit Ecken und Kanten, hatte nicht nur Freunde in der Fraktion und dem Stadtverband.

Gleichwohl zollten ihm Rachel und Stadtverbandsvorsitzender Torsten Chalak persönlichen Dank für die Jahrzehnte kommunalpolitischen Wirkens. Hans-Willi Dohmen hielt seinen Abschied knapp – und drückte damit viel aus. Er danke „für die schönen, guten Worte zu meiner Arbeit in und für Linnich“ und allen, die mit ihm zusammengearbeitet hätten. 

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