Jülich - Dicker Fördertopf für gute Ideen im Nordkreis

Dicker Fördertopf für gute Ideen im Nordkreis

Von: Kr.
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Sie arbeiten in der Lokalen Aktionsgruppe Rheinisches Revier an Inde und Rur mit und wollen die Region voranbringen. Foto: Kròl

Jülich. Eine durchaus positive Bilanz zog die Lokale Aktionsgruppe Rheinisches Revier an Inde und Rur der Leader-Region bei ihrer Mitgliederversammlung im JUFA-Gästehaus am Jülicher Brückenkopf-Park. Vorsitzender Landrat Wolfgang Spelthahn war verhindert; Stellvertreterin Dr. Maria Schoeller begrüßte die zahlreichen Anwesenden.

Sie umriss kurz die zwei Jahre seit der Gründung des Vereins. So wurden mit Marco Johnen und Lucia Blender zwei Regionalmanager gefunden, die ihr Büro mittlerweile im Technologiezentrum Jülich eingerichtet haben. Oberstes Ziel des Leader-Prozesses ist es, die ländlichen Regionen zu fördern und sie in Wirtschaft, Kultur, Umwelt und vielen anderen Dingen voranzubringen.

Neun Kommunen haben sich in der Lokalen Aktionsgruppe zusammengeschlossen, um die Probleme gemeinsam zu lösen, aber auch die Chancen zu ergreifen, die der ländliche Bereich sowie die endenden Tagebaue mit sich bringen: Merzenich, Niederzier, Titz, Jülich, Aldenhoven, Inden, Langerwehe, Linnich und Eschweiler. „Der ländliche Raum ist stark im Ehrenamt. Es gibt kein Dorf ohne Verein. Das gilt es zu fördern und zu unterstützen. Da sich die Kommunen finanziell in einer angespannten Lage befinden, ist es nötig, dass Vereine sich um Fördergelder bemühen. Hier helfen wir mit“, erklärte Dr. Schoel­ler.

Aus diesem Anlass hatte man auch im Vorfeld der Mitgliederversammlung Dr. Frank Bröckling eingeladen, langjähriger Regional-Manager und Sprecher des Regionalforums NRW. Er sollte Möglichkeiten und Wege aufzeigen, Fördergelder aus dem Leader-Topf und anderen Töpfen zu erhalten. Eine gute Idee steht am Anfang. Dann ist ein schlüssiges des Ideengebers – ob Privatperson, Verein oder Institution – vonnöten, das die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) überzeugt. Hilfreich ist dabei der Regionalmanager vor Ort. Das Gremium der LAG entscheidet, ob das Konzept förderungswürdig ist und reicht es weiter an die Bezirksregierung. 3,1 Millionen Euro stehen für die LAG Rheinisches Revier zur Verfügung.

Gefördert werden die jeweiligen Projekte mit bis zu 65 Prozent, maximal 250.000 Euro. Die restlichen 35 Prozent müssen eigenfinanziert werden. Wichtig, so Bröckling, ist auch die Tatsache, dass der Antragsteller vorfinanzieren muss. Eine weitere Möglichkeit der Förderung sei über das Dorferneuerungsprogramm zu erhalten, auf die er auch noch kurz einging.

Er schloss seine Ausführungen: „Es gibt eine Menge von Fördermöglichkeiten, und es ist wichtig, immer auf dem Laufenden zu bleiben. Haben sie eine gute Idee, dann sprechen sie mit ihrem Regionalmanager. Er kennt sich aus.“

Frauen-Anteil fast 50 Prozent

Zügig wurde anschließend die Tagesordnung der Mitgliederversammlung abgearbeitet. Maria Schoeller berichtete in ihrem Geschäftsbericht über vergangene Aktivitäten und wies darauf hin, dass man bisher sieben Projektbewerbungen für förderungswürdig erachtet habe und die Anträge zum Teil schon weitergereicht wurden.

Zügig und meist einstimmig bis auf die Enthaltungen der Kandidaten gingen die Wahlen vonstatten. Wiedergewählt wurden Wolfgang Spelthahn als Vorsitzender und seine Stellvertreterin Dr. Maria Schoeller, Schriftführerin bleibt Hildegard Viehöfer-Emde. Als Kassenwart wurde Michael Linzenich gewählt, er löst Hermann Heuser ab. Als Vertreter der Wirtschafts- und Sozialpartner wurden in den Vorstand gewählt: Anja Tangerding, Gabriele Jöhnk Schmidt, Gertrud Eberius, Heidrun Düssel-Siebert, Heinz Frey, Hella Rehfisch, Ina Schmitz, Jaqueline Scharnickel, Julia Willems, Katharina Adams, Marie Christine von Merode, Michael Eyll-Vetter, Philipp Schmitz-Schunken, Ria Clever, Stefanie Törkel Howlett, Thomas Schmitz und Walter Jordans. Besonders freute sich nach der Wahl die stellvertretende Vorsitzende, dass fast 50 Prozent des Vorstandes aus Frauen besteht.

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