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Derby in der Kreisliga A: Zwei Teams mit echten Nöten

Von: hfs.
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Jülich. Wenn man so will, ist es eines der ganz wenigen echten Lokalderbys: die Partie zwischen dem FC Rurdorf und dem SC Jülich 1910/97. Die steht am Sonntag ab 15 Uhr im Rurdorfer Rurtalstadion an.

Tabellenmäßig bewegen sich beide Mannschaften im Gleichschritt, beide haben 42 Punkte, wobei der FC Rurdorf allerdings eine Partie weniger bestritten hat als die Gäste.

Trainer spielt mit

Und noch eines haben beide Kontrahenten vor den neuerlichen 90 Minuten gemeinsam. Beide leiden unter aktueller Personalnot. „Wir pfeifen auf dem letzten Loch, ich kann mir keine Spieler schnitzen. Wir haben keinen oder allerhöchstens nur einen einzigen auf der Ersatzbank“, sagt Jülichs Trainer Michael Hermanns, der selbst wieder die Fußballschuhe schnüren muss und mit seiner Mannschaft auflaufen wird.

Was das Spiel selbst anbelangt, hält sich Hermanns ansonsten vorhandene Vorfreude in Grenzen. „Ich würde mich freuen, aber unter diesen Umständen ist das absolut nicht der Fall.“ So ist Hermanns Erwartungen an den Spielausgang gedämpft. Allenfalls ein Remis rechnet er sich aus. „Das würde ich vor dem Abpfiff direkt unterschreiben“, macht er sich keine Gedanken über einen eventuellen Dreier.

Das Befinden von Werner Schönen als Trainer des FC Rurdorf ist sportlich betrachtet ebenfalls schlecht. Momentan jedenfalls. „Dass wir noch auf Platz 3 stehen, haben wir nur den Mitkonkurrenten um die Spitzenplätze zu verdanken. Denn wenn wir schlecht spielen oder gespielt und Punkte gelassen haben, dann patzten die auch“, blickt er auf die aktuelle Situation. Eine Entwicklung, die ihn nach eigenem Bekunden traurig stimmt.

„Denn bei uns fehlt bei vielen Spielern einfach die Motivation“, sagt er verbittert und führt dies auch darauf zurück, dass zurzeit die Trainingsbeteiligung anhaltend mehr als schlecht ist. „Jetzt hatte ich nur fünf Spieler auf dem Platz. Wenn ich auf den Kader schaue, dann fehlten daraus glatt 16 Akteure“, sagt Schönen.

Schwere 90 Minuten

Vor diesem Hintegrund ist es geradezu logisch, dass er sich deshalb auch hinsichtlich seiner Zielsetzung im Derby in Zurückhaltung übt. „Es werden schwere 90 Minuten. Die ‚Zehner‘ klagen zwar auch über personelle Probleme, aber die werden hoch motiviert die Aufgabe angehen“, vermutet er. Er selbst muss sich aus einem verletzungsbedingt geschrumpften Kader diejenigen Spieler heraussuchen, die Aufgabe engagiert angehen sollen.

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