Siersdorf - Der Westturm der Kommende ist finanziell abgesichert

Der Westturm der Kommende ist finanziell abgesichert

Von: jan
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Auf dem Dach der Kommende erklärt der Fördervereins-Vorsitzende Guido von Büren (2.vl.) die Arbeiten am Westturm. Bürgermeister Ralf Claßen (l.) und Roland Tauber (DSD, 3.v.l.) hören zu. Foto: Guido Jansen

Siersdorf. Es gibt diesen Spruch, dass man Geld arbeiten lässt. Finanzberater bringen ihn gerne. Dass der Spruch nicht stimmt, wird am Herrenhaus der Deutschordens-Kommende in Siersdorf sichtbar. „Das hier ist nur mit dem großen Einsatz des Fördervereins möglich“, sagte Roland Tauber von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) bei seinem jüngsten Besuch auf der Ruine.

Viele Hände, die mit anpacken, sind notwendig, damit aus der Ruine ein für die Öffentlichkeit zugängliches Denkmal wird. Geld arbeitet zwar nicht, aber es hilft dabei.

Zum dritten Mal unterstützt die DSD den Förderverein, diesmal mit 15.000 Euro, insgesamt sind es bisher 50.000 Euro. Das macht in Summe 700.000 Euro an Fördergeldern von Bund und Land sowie Zuwendungen anderer. Das Herrenhaus ist eines von bundesweit 420 Denkmal-Projekten, die die DSD fördert. Der Großteil der Mittel der DSD stammt aus der Lotterie „Glücksspirale“.

Seit Jahren arbeitet der Förderverein daran, das einstige Herrenhaus wiederaufzubauen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kommende schwer beschädigt. Genau wie die Jülicher Zitadelle ist sie ein Bau des 16. Jahrhunderts; einer der wenigen erhaltenen Bauten seiner Art in der Region und eines der wenigen Zeugnisse des zur Zeit der Kreuzzüge gegründeten Deutschen Ordens. Den Deutschen Orden oder Deutschritterorden gibt es heute noch.

„Mehr Kosten als erwartet“

„Wir hatten bei einem großen Projekt in diesem Jahr mehr Kosten als erwartet“, erklärte der Fördervereins-Vorsitzende Guido von Büren, warum die 15.000 Euro nicht nur willkommen, sondern bitter nötig sind. Das Projekt war das Abtrennen des Westturms vom Hauptgebäude. Der Turm sinkt langsam ab und hätte, falls er nicht abgetrennt worden wäre, Schaden verursacht. Das Thema ist abgearbeitet, andere stehen an.

„Wir haben die Förderung seitens des Landes und des Bundes noch nicht komplett abgerufen“, sagte von Büren mit Blick auf das kommende Jahr. Das werde geschehen, das Problem sei der finanzielle Eigenanteil, den der Förderverein erbringen muss. Da gebe es gerade ein Delta.

Das mittelfristige Ziel des Fördervereins ist es, die Ruine bis 2019 so weit instand gesetzt zu haben, dass sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. 2019 jährt sich die Schenkung der Kommende seitens der Jülicher Grafen an den Orden zum 800. Mal.

Sollte der Wiederaufbau der Ruine auch darüber hinaus weitergehen können, dann soll die Kommende später zu einem Dokumentationszentrum für die Geschichte und das Wirken des Deutschen Ordens werden.

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