Der vierte Bürgermeister „regiert” Titz

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Vier Bürgermeister in vier Ja
Vier Bürgermeister in vier Jahrzehnten: Nach der Neuordnung war die Verwaltungsspitze in Titz eng verbunden mit dem Namen Wilhelm Lieven (sitzend). Seine Nachfolger Jürgen Herrmann (links) und Josef Nüßer (Mitte) leiteten die Geschicke der Gemeinde bis 2009. Der aktuelle Amtsinhaber Jürgen Frantzen (rechts) hatte zum Fototermin gebeten. Foto: Jagodzinska

Titz. Die vom Landtag in Nordrhein-Westfalen beschlossene Neuordnung der Gemeindestrukturen begann 1966 und kam 1975 zum Abschluss. Für den Regierungsbezirk Aachen und den Kreis Euskirchen waren Fusionen und Neugliederungen im „Aachen-Gesetz” festgelegt worden, die am 14. Dezember 1971 verabschiedet und zum Januar 1972 wirksam wurden.

Seit diesem Zeitpunkt besteht die Flächengemeinde Titz in ihren heutigen Grenzen und schaut auf 40 Jahre zurück, in denen neben vielen anderen Mitwirkenden besonders die vier bisherigen Bürgermeister der Kommune ihren individuellen Stempel aufgedrückt haben.

Der erste Bürgermeister im neu geschaffenen Verwaltungsbezirk war der damalige Amtsinhaber Wilhelm Lieven, der durchgängängig bis 1994 amtierte. Es gibt wohl heute noch in der gesamten Gemeinde keinen Verein, der diesen Namen nicht in guter Erinnerung hat.

Dem Christdemokraten folgte 1994 für eine Amtsperiode mit Jürgen Herrmann der bisher einzige Kandidat aus den Reihen der Sozialdemokraten. Mit dem Ende seiner Amtszeit 1999 kam auch das Ende der ehrenamtlichen „Bürgermeister mit Titzer Stallgeruch”. Die Nachfolger leiteten hauptamtlich Rat und Verwaltung.

Ein wenig überraschend präsentierte die CDU zur Kommunalwahl 1999 den Verwaltungsfachmann Josef Nüßer als ihren Kandidaten. Trotz seiner Herkunft aus Gereonsweiler und für viele Einheimische damit „aus der Fremde” erarbeitete er sich mit Geschick das Vertrauen der Bürger, das durch die Wiederwahl bis 2009 bestätigt wurde.

Weniger überraschend war nach Nüßers Rückzug aus der Politik aus privaten Gründen 2009 die Wahl seines Nachfolgers und aktuellen Bürgermeisters Jürgen Frantzen, der zuvor bereits als Beigeordneter die Titzer Verhältnisse kennengelernt hatte. Die Verhältnisse haben sich deutlich geändert, das Landleben ist insgesamt städtischer geworden, die Jugend hat auch auf dem Dorf an Dynamik gewonnen. Die Titzer Bürgermeister gehen mit der Zeit.
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