Der TTC Indeland ist doch nicht unschlagbar

Von: Jörg Sauer
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Noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte verlor TTC Indelands „Mister Zuverlässig“, Hermann Mühlbach, seine beiden Einzel. Foto: Kròl

Jülich. Nachdem der TTC Indeland Jülich bereits gegen die vermeintlich besten Teams seiner Liga gewonnen hatte, haben viele TTC-Fans in ihrem stillen Kämmerlein schon darauf gehofft, dass ihre Mannschaft ohne Niederlage durch die Hinrunde schreitet. Denkste!

Am Wochenende stolperte der TTC mit 4:6 beim ASV Grünwettersbach. Und letztlich musste man feststellen, dass die erste Saisonniederlage der Herzogstädter sogar verdient war.

Auf der Suche nach Gründen für die nicht eingeplante Niederlage wird man schnell fündig. Nach der verletzungsbedingten einwöchigen Trainingspause von Hermann Mühlbach war der Jülicher Spitzenspieler sicherlich nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Es war fast schon ungewohnt, dass Mühlbach mit einer 0:2-Bilanz in den Einzel komplett ohne Ausbeute blieb.

Nichtsdestotrotz hatte er auch mit Alvaro Robles, der angehenden spanischen Nummer Eins, und dem slovenischen Nationalspieler Jan Zibrat zwei großkalibrige Gegner vor der Brust. Mühlbach kommentierte: „Nach meiner Knöchelverletzung war ich eine Woche außer Gefecht gesetzt. Den Trainingsrückstand habe ich in den entscheidenden Situation schon gemerkt. Zibrat hat das Risiko gegen mich sehr gut dosiert, und die langen Ballwechsel gegen Robles gingen an meine Ressourcen. Jetzt ist es wichtig, den Kopf nach oben zu nehmen und keine Negativserie zu starten.“

Beim Stichwort „Negativserie“ sind wir auch schon bei einem weiteren Grund angelangt: Ewout Oostwouder hat es nicht geschafft, nach einigen schlechten Spielen am Sonntag den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und für positive Ereignisse zu sorgen. Seine erste Niederlage gegen den Briten Samuel Walker war mit Sicherheit noch kein Beinbruch, doch seine zweite Niederlage gegen den erfahrenen Geir Erlandsen lässt sich bildlich gesprochen schon fast als Beinbruch beschreiben.

Diese Niederlage besiegelte nicht nur das 4:6, sondern war auch gleichzeitig Erlandsens erster Sieg in dieser Saison. Der ehemalige Bundesligaspieler trieb in seinen acht vorausgegangenen Einsätzen für den badischen Zweitligisten die Konkurrenz vor sich her. Gegen Ooswouder trumpfte er auf. Teamchef Hermann Mühlbach über das Spiel seines Mannschaftskameraden: „Es war sehr schwer für Ewout. Erlandsen ist sehr erfahren und hatte in der hitzige Halle das Publikum auf seiner Seite; hinzukam eine schlechte Serie von Ewout und der Druck des finalen Spiels. Unter diesen Voraussetzung muss man einem jungen Spieler auch Aussetzer verzeihen.“

Bester Spieler des Tages war Jülichs Yoshihiro Ozawa. Der Japaner spielte gewohnt brillant und war an drei der vier Jülicher Punkte beteiligt.

Für einen kleinen Lichtblick sorgte auch Lauric Jean. Eigentlich trauten viele Experten dem Belgier einen Sieg gegen den etwas schwächeren Zibrat zu. Gegen den Slovenen unterlag Jean allerdings, doch gegen den starken Spanier Robles siegte er in vorzüglicher Art und Weise.

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