Der „Tag der Neugier” lockt rund 40.000 Besucher

Von: dol
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Bei der Forschungsrallye mussten die Kinder im „Globe Garten” entschlüsseln, wie alt der gefällte Baum war. Foto: Dolfus

Jülich. Wenn das Forschungszentrum zum „Tag der Neugier” ruft, strömen die Massen. Rund 40.000 Besucher bevölkerten am Sonntag die größte Forschungseinrichtung in Europa. Darunter befanden sich auch einige prominente Gäste.

NRW-Forschungsminister Prof. Andreas Pinkwart (FDP) und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Thomas Rachel (CDU) unternahmen mit FZJ-Vorstandschef Prof. Achim Bachem einen Rundgang über das weitläufige Gelände.

Zu sehen gab es genug. Die erste Station war das Versuchsgewächshaus Phytec, wo Prof. Ulrich Schurr erforscht, wie Umwelteinflüsse das Wachstum von Pflanzen beeinträchtigen.

Die Politiker und die Rektoren verschiedener Universitäten wie Prof. Ernst M. Schmachtenberg (Aachen), Prof. Axel Freimuth (Köln) und Prof. Hans Michael Piper (Düsseldorf) konnten sich in der klimatisierten Gewächshauskammer ein Bild davon machen, wie die Forscher in Jülich arbeiten. Mit Robotern und Kernspintechnik werden Wachstum und Stoffwechsel diverser Pflanzen genauestens unter die Lupe genommen.

In der Atmosphärenkammer Saphir, einem 20 Meter langen Teflon-Schlauch untersucht Prof. Andreas Wahner die Zusammensetzung von Luft. Beispielsweise wird geschaut, wieviel Ozon oder Feinstaub diese enthält. Für die Atmosphärenforschung wird zudem ein spezieller Zeppelin eingesetzt.

Den akademischen Nachwuchs besuchten Professoren und Politiker im Foyer des Großen Hörsaals. Kleine Forscher hatten ihr helles Vergnügen unter anderem in den Räumen des JuLab, wo sie selbst experimentieren durften. Da galt es unter anderem, DNA aus Mundschleimhautzellen zu gewinnen und diese mit einer Färbelösung zu markieren. Mit dem Zusammenlöten der richtigen Drähte bastelten die Jungen und Mädchen im JuLab ein blinkendes Herz.

Auf einer Forschungsrallye quer durch das FZJ musste die Kinder knifflige Fragen beantworten. Gefragt wurde zum Beispiel danach, welcher Teil des Gehirns beim Sehen am stärksten beansprucht wird oder wie hoch der CO2-Anteil in der Luft ist, die ein Mensch ausatmet.

Großer Andrang herrschte bei glücklicherweise trockenem Wetter vor der Seebühne. Dort führte WDR5-Moderatorin Marija Bakker durch ein buntes Programm mit kulturellen und wissenschaftlichen Highlights. Für Spaß und Unterhaltung sorgte dabei unter anderem Joachim Hecker mit seiner „Hexenküche”. Er ulkte mit der Moderatorin herum: „Mit Essen spielt man nicht, aber es hat niemand gesagt, dass man damit nicht kleine Experimente machen kann.” Bakker verteilte sogleich Spaghetti im Publikum, die auf Kommando übergebrochen werden sollten. Resultat: Die Nudeln brechen nicht einfach, sie zersplittern. Mit einfachen Worten erklärte Hecker diesen und weitere physikalische Effekte.

Weitere „Wunder des Alltags” entschlüsselte Verena von Keitz mit kleinen Experimenten. Der Rock n Roll Club Düren und die Band Souldaix sorgten mit Tanz und Musik für Abwechslung.
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