Der Solarturm-Verkauf ist perfekt

Von: Volker Uerlings
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Der Solarturm gehört seit ges
Der Solarturm gehört seit gestern nicht mehr den Stadtwerken, sondern dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Foto: Uerlings

Jülich. Nach langen und zähen Verhandlungen ist gestern der Verkauf des Solarturms Jülich von den Stadtwerken an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) perfekt gemacht worden. Das hat der Jülicher Kommunalversorger nach Vertragsunterzeichnung beim Notar mitgeteilt. Über die Konditionen hüllen sich alle Seiten in Schweigen.

Der Erlös der Stadtwerke beträgt nach Informationen unserer Zeitung 7,5 Millionen Euro. Dabei handelt es sich keinesfalls um einen „Gewinn”, sondern dieser Betrag deckt von 2008 bis heute nicht einmal die Kosten, die durch das ehrgeizige Projekt entstanden sind. Allerdings hat das städtische Eigenunternehmen mit seinem Engagement einer für ganz Deutschland wichtigen Technologie entscheidend den Weg geebnet.

Stadtwerke-Geschäftsführer Ulf Kamburg bestätigte auf Anfrage, dass das „finanzielle Gesamtengagement” seines Unternehmens „sicherlich negativ” gewesen sei, aber der Verkauf für sein Unternehmen die bestmögliche Option darstelle. Außerdem stehe mit dem DLR ein renommierter Betreiber hinter dem solarthermischen Demonstrations- und Versuchskraftwerk. Kamburg: Der Verkauf „ebnet den Weg, das Solarkraftwerk zu Forschungs- und Entwicklungszwecken weiter zu betreiben”.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat eigens ein neues Institut für Solarforschung gegründet und wird am Standort Jülich künftig schnell und „in einem anwendungsnahen Maßstab” testen können, wie DLR-Vorstand Professor Ulrich Wagner erklärte. Für die Übernahme des Turms und den Institutsausbau hat das Land ingesamt 27 Millionen Euro für fünf Jahre zugesagt und bereits 60 Prozent davon bereitgestellt.

Auch der Co-Direktor des neues DLR-Institutes, Professor Bernhard Hoffschmidt, blickt nach vorn: „Mit dem Solarturm haben wir gezeigt, dass die Technologie der Turmkraftwerke als Gesamtsystem funktioniert. Jetzt geht es darum, neue Verfahren und Materialien zu entwickeln.” Also: Auch in Jülich wird nun ordentlich investiert.
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