Der Sieg des TuS Aldenhoven krönt die grandiose Aufholjagd

Von: hfs.
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Nach einem 0:15-Rückstand drehten die Ringer vom TuS Aldenhoven – im blauen Trikot – gegen Essen-Dellwig noch den Kampf und gewannen am Ende verdient mit 20:18 ihren ersten Heimauftritt. Foto: TuS Aldenhoven

Aldenhoven. In der Sporthalle an der Aldenhovener Schwanenstraße jubelten die Fans, skandierten die Namen ihrer Ringer. Was war geschehen? Nach einem klaren 0:15-Rückstand drehten die Athleten von Ringerchef Mohamed Zeggai den Heimkampf gegen die haushohen Favoriten aus Essen-Dellwig noch und fuhren einen nicht mehr für möglich gehaltenen 20:18-Erfolg ein im ersten Saisonkampf in der Verbandsliga.

Zu Gast hatte der TuS Aldenhoven am ersten Ringer-Wochenende die Athleten aus Essen-Dellwig. Die Mannschaft ist gespickt mit Bundesliga-Athleten, so dass dem TuS bereits an der Waage vorschwebte, dass ihm eine schwere Aufgabe bevorstünde. Das war direkt in den ersten vier Kämpfen nicht zu übersehen. Denn Yakup- Ali (57 kg), Michael Karduck (130 kg), Rawaz Barazanjy (75 kg Freistil) und Mehmet-Salih (61 kg) konnten nicht gegen ihre Gegner mithalten. Die Stimmung war entsprechend „geladen“ und das Zwischenergebnis niederschmetternd: 0:15 Rückstand. Das hatte niemand auf dem Punktezettel vorhergesehen.

Der Gastgeber musste noch vor der Pause ein Zeichen setzen, sollte er den ersten Heimauftritt nicht sang- und klanglos verlieren. In der 98-Kilogramm-Klasse ging Mohamed Zeggai auf die Matte. Nach kurzem Antasten setzte der Trainer zum ersten und gleich entscheidenden Angriff an, 28 Sekunden waren verstrichen, und die heimischen Fans jubelten über den Schultersieg. Die Halle tobte. Es ging in die Pause.

Danach gab es nur noch ein Ziel, die Jungs gingen auf der eigenen Matte auf Aufholjagd. Yousef Ghayomi (66 kg) legte im freien Stil vor. Er hatte seinen Gegner absolut im Griff. Nach einer 8:0 Führung beendete der TuSler seinen Kampf mit einem Schultersieg.

Anouar Bourouihiya musste gegen den in NRW bekannten Björn Holk auf die Matte. Zwölf Kilogramm Unterschied hatte zuvor die Waage angezeigt. Aber die Punkte waren sicher für Aldenhoven, da der Essener zum Bundesliga-Kader gehört und nicht in der zweiten Mannschaft punkten darf. Nichtsdestotrotz boten die Beiden den Zuschauern einen super Kampf im klassischen Stil, der Sieg ging an den Essener. Danach betrug der aktuelle Punktestand 12:15.

8:0-Führung nach 30 Sekunden

Da noch drei Kämpfe bis zur Entscheidung anstanden, witterte Aldenhoven noch seine Chance. So trat Justin Colling in seiner ungewohnten Stilart griechisch-römisch bis 71 Kilogramm an. Nach nur 30 Sekunden hatte Colling eine 8:0-Führung errungen. Der Gegner aus Essen versuchte zwar, die Angriffe zu verhindern, doch Punkt für Punkt wurden für den Aldenhovener notiert, so dass er technischer überlegener Sieger wurde. Damit hatte der Gastgeber erstmals die Führung übernommen, es hieß mit 16:15.

In der Gewichtsklasse bis 75 kg im freien Stil konnte Vadim Dobowik seinen Gegner nicht ganz in Schach halten. Nach seiner 0:3 -Niederlage hieß es nun 18:16 für die Essener. Wie so oft musste im Schlusskampf bis 75 kg im klassischen Stil Niklas Basner die Entscheidung um den Sieg holen. Niklas ließ keine Zweifel zu. Immer wieder konnte er seinen Gegner greifen und mit Aktionen punkten. Als technisch überlegener Sieger wurde Basner gefeiert.

Die Ringer des TuS Aldenhoven hatten den Kampf noch gedreht, einen 20:18-Sieg geholt. „Wahnsinn! Das macht einfach nur Spaß mit den Jungs“, ließen zum Beispiel die beiden Fan-Trommler Laszlo Torma und Dirk Kirschner ihren Emotionen freien Lauf. Und eine „Mega Leistung, vielen Dank an die Fans“, ließ Franz-Josef Dudaczyk als Obmann verlauten. Er ist Großvater von Fabian Schnell, eines der nächsten Talente vom TuS Aldenhoven, der sich langsam zur Ringerschmiede mausert.

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