Jülich - Der rot-weiße „Straßenschmuck” ist ungewollt

Der rot-weiße „Straßenschmuck” ist ungewollt

Von: hfs.
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Mit weiß-roten Warnschildern warnt die Stadt den fließenden Verkehr an vielen Stellen vor maroden Stellen im Straßenasphalt, bedingt durch die anhaltende Frostperiode. Foto: hfs.

Jülich. Zur Zeit „schmückt” die Stadt Jülich kleinere Straßenabschnitte mit rot-weißen Warnschildern - zur Sicherung des fließenden Verkehres. Denn an den Abschnitten ist durch den anhaltenden Frost der Asphalt aufgeplatzt, dort haben sich Risse und Schlaglöcher gebildet.

Für den Leiter des Jülicher Tiefbauamtes, Robert Helgers, ist das aber nicht weiter ungewöhnlich. „Noch halten sich die Schäden in Grenzen”, sagt er, was aber noch nicht bedeutet, dass alle Löcher und Risse lokalisiert wurden. Helgers: „Es stimmt, dass einige Stellen sehr großflächig abgesperrt wurden. Aber die genauen Schäden können wir erst entdecken, wenn die Frost- und Schneeperiode vorbei ist.”

Insgesamt 160 Kilometer städtische Straßen und 70 Kilometer Wirtschaftswege haben die Männer des Jülicher Bauhofes im Moment besonders im Auge. Sie sind es auch, die die Warnschilder aufstellen. Wenn es aber um die Schadensbeseitigung geht, ist man meistens außen vor.

Kleinigkeiten erledigt der Bauhof

„Absackungen im Pflaster oder kleinere Arbeiten an den Gehwegen machen wir schon selber. Alles andere wird aber von Fremdfirmen erledigt.” Robert Helgers nennt in diesem Zusammenhang Aspaltierungsarbeiten oder die komplette Herstellung von Schwarzdecken. „Wenn großes Gerät gebraucht wird, ist unser Bauhof außen vor”, müssen laut Helgers solche Aufträge extern vergeben werden. Diese werden öffentlich ausgeschrieben. Der günstigste Anbieter erhält dann den Zuschlag.

Diesen Auftragsvergaben müssen auch keine Beratungen in politischen Ausschüssen vorangehen. Es sind Tagesgeschäfte. Helgers: „Dafür gibt es im Haushalt der Stadt eine bestimmte Kostenposition. Über die kann ich als Leiter des Tiefbauamtes verfügen.” Wie hoch die Summe für die anstehenden Straßenreparaturarbeiten ist, darüber gibt Robert Helgers keine Auskunft. „Ich weiß es auch noch nicht, denn die Haushaltsberatungen laufen ja erst.”

Die Stadt Jülich habe in den letzten Jahren für die Unterhaltung ihrer Straßen immer Geld zur Verfügung gestellt, ist Helgers optimistisch. „Es gab zwar nicht immer die Luxussanierung. Aber immer wurden die Schäden so beseitigt, dass für Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer keine Gefahr bestand.” Zur Unterhaltung und Sanierung nach Schadensfall gehören auch der Austausch von Schutzvorrichtungen oder Straßenschildern.

„Ob die Schäden nach diesem Winter aber größer oder kleiner als in den Vorjahren ausfallen, darüber kann ich jetzt nur spekulieren”, meint der Tiefbauamtschef. Helgers ist sich aber sicher, dass Flickschusterei über Jahre immer mit höheren Kosten verbunden ist.
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