Jülich - Der Park und die Pächter: Liebe auf den ersten Blick

Der Park und die Pächter: Liebe auf den ersten Blick

Von: Otto Jonel
Letzte Aktualisierung:
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Die Küche bleibt nicht mehr kalt. Mit Susanne und Peter Stech (2. und 3.v.l.) hat der Park die offene Gastronomiefrage zur Freude von Hajo Bülles (l.) und Dr. Dorothee Esser (2.v.r.) unter Mithilfe von Berater Udo P. Seemann (r.) gelöst Foto: Jonel

Jülich. „Wir haben uns direkt in den Park verliebt.” Besser konnte es für das neue Gastromiepächter-Paar im Jülicher Brückenkopf-Park gar nicht laufen. Liebe geht bekanntlich durch den Magen. In diesem Fall sollte sich die Liebe zwischen Pächter und Park ebenso innig entwickeln wie die der künftigen Nutznießer dessen, was das Gastronomenehepaar an Speisen auf den Tisch zaubern wird.

Wie berichtet, hatte der Aufsichtsrat der Brückenkopf-Park GmbH Anfang vergangener Woche dem Paar, das seit acht Jahren im Krefelder Zoo die Gastronomie betreibt, den Zuschlag erteilt. „Einstimmig”, wie Geschäftsführerin Dr. Dorothee Esser betont.

Maßgeblichen Anteil daran, dass der Park bei der Suche nach einer kompetenten Nachfolge für Gertrud Heinemann fündig wurde, hatte der Gastgewerbe Beratungs Service Luxemburg und Partner, vertreten durch Udo P. Seemann. Es scheint sich eine kreative Verbindung zu entwickeln. „Wir haben in den letzten Tage viel zusammengesessen - und übers Essen geredet”, schildert Dorothee Esser. Und das Pächter-Paar sprüht vor Ideen und Plänen, die es im Park umsetzen möchte.

Gute Stube

Speisen und Getränke sollen weiterhin an allen bisherigen Verpflegungsstationen angeboten werden. Die gravierendste Veränderung wird das Park-Café am Haupteingang erleben. In mehrerlei Hinsicht. Der eigentliche Hauptgastraum wird künftig der Saal im „Holzhaus” sein. Dorthin wird als äußeres Zeichen der Eingang zum Café verlegt.

Der Holzbau wird kräftig renoviert. Er erhält einen komplett neuen Boden, Wände und Decken werden gestrichen und sollen in der Farbgebung Wohlfühlatmosphäre verbreiten. Ebenfalls erneuert werden Beleuchtung und Bestuhlung. Prunkstück soll ein Kamin oder offener Ofen werden. „Jülichs gute Stube”, von der Hajo Bülles schon schwärmt, soll anheimelnde Gemütlichkeit vermitteln.

Das Glashaus nebenan steht künftig eher Gesellschaften und Gruppen zur Verfügung. Im Sommer allerdings werden auch dort Tagesgäste beköstigt.

Versuchsballon

Mit dieser Umgestaltung geht eine weitere wesentliche Veränderung einher. Das Park-Cafe - Peter Stech: „Wir sind dabei, ein Logo und einen neuen Namen zu kreieren.” - wird auch nach Kassenschließung am Lindenrondell erreichbar sein. Stech, gelernter Koch und Betriebswirt, wird „eine Abendgastronomie anbieten”, frohlockt die Parkchefin.

Der Versuchsballon steigt erst mal nur am Wochenende von Freitag bis Sonntag. Öffnen will der Pächter den abendlichen Restaurantbetrieb von 18 bis 22 Uhr. Er will auch ein Auge darauf halten, dass dieser von vielen geforderte freie Zugang zur Gastronomie nicht ausgenutzt wird zum kostenlosen Abendspaziergang durch den Park.

Seinen Einstand gibt das Pächterehepaar beim traditionellen Dauerkartenverkauf am 13. Dezember ab 11 Uhr in der Blumenhalle des Brückenkopf-Parks. Dort serviert es Jülichs längsten Christstollen: einen fünf Meter langer Weihnachtsleckerbissen. Offiziell wird Stech, dessen Frau weiterhin die Zoo-Gastronomie in Krefeld betreiben wird, das Jülicher Park-Café am 19. Dezember eröffnen.
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