Linnich - Der neue Thorn-Prikker-Raum in Linnich

Der neue Thorn-Prikker-Raum in Linnich

Von: Kr.
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Voller Stolz präsentierte Dr. Myriam Wierschwoski (links) die wertvolle Schenkung, die Dr. Rainer Metzendorf (Mitte) dem Museum machte. Das Leben und Wirken seines Großvaters Georg Metzendorf und des Künstlers Johan Thorn Prikker stellte Dr. Christiane Heiser (rechts) vor. Foto: Kròl

Linnich. Es war ein ganz besonderer Tag für das Deutsche Glasmalerei Museum in Linnich, das um eine wertvolle Schenkung reicher ist. Im Rahmen einer Feierstunde wurde der Kreuzigungszyklus von Johann Thorn Prikker, dem Revolutionär der Glasmalerei im frühen 20. Jahrhundert, übergeben und erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert.

Aus diesem Anlass begrüßte die Direktorin des Hauses, Dr. Myriam Wierschowski, nicht nur zahlreiche Freunde des Museums, sondern auch den Mann, dem man diese großzügige Gabe zu verdanken hatte.

Dr. Rainer Metzendorf, in dessen Familie die Kostbarkeiten 100 Jahre lang gehütete wurden, die der Künstler eigens für dessen Großvater Georg Metzendorf und sein Haus im Berchtesgadener Land entwarf und anfertigen ließ, war aus Mainz nach Linnich gekommen, um sich persönlich von der Unterbringung der Glasscheiben zu überzeugen.

Im neuen „Thorn-Prikker-Raum“ konnten die Glasbilder in Tageslicht aufgehängt werden und – was den Geber besonders freute – in genau der Situation, wie sie im „Mooshäusl“ anzutreffen war. „Ich bin sehr zufrieden, mit dem was ich hier sehe“, erklärte er und war froh, dass er seine Schenkung nach Linnich gegeben hatte.

Zustande gekommen war die ganze Sache durch Dr. Dirk Tölke, der auch am Linnicher Museum arbeitet und der einen Vortrag über Meistermann in Mainz gehalten hatte. Dort hatte er Metzendorf auf das Linnicher Museum aufmerksam machen und vom Konzept des Hauses überzeugen können.

Und so fällten die Eheleute Dr. Rainer und Roswitha Metzendorf den Entschluss, die Arbeiten dem Museum zu überlassen. Nun blieb nur noch der Zeitpunkt für die Übergabe festzulegen. Der 75. Geburtstag Metzendorfs erschien genau richtig. „Ich bin 75 Jahre lang beschenkt worden, nun kann ich aus diesem Anlass auch einmal etwas schenken“, erklärte er in Linnich.

Zuvor hatten sowohl Dr. Myriam Wierschwoski als auch Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker herzliche Worte des Dankes gefunden. „Wir werden alles daran setzen, dem Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen, gerecht zu werden“, erklärte Marion Schunck-Zenker.

Auf das Leben und Wirken Thorn-Prikkers als auch Georg Metzendorfs ging Dr. Christiane Heiser, Kunsthistorikerin und Kuratorin in Köln ein, und Prof. Da Zhang untermalte die Feier musikalisch auf der Kniegeige und mit der chinesischen Flöte.

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