Der neue Bischof betont in Jülich die Normalität

Von: ptj
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Bischof Dr. Helmut Dieser zieht mit Messdienern, Konzelebranten und Diakon Arnold Hecker in die Jülicher Kirche ein. Foto: Jagodzinska

Jülich. Das vierjährige Bestehen der Pfarrei „Heilig Geist“ nahm der neu gewählte Aachener Bischof Dr. Helmut Dieser zum Anlass eines ersten Besuches in der Herzogstadt – und nahm sich sogleich die Zeit für zwei Gottesdienste und eine Ausstellungseröffnung in St. Maria Himmelfahrt.

Das Interesse der Gläubigen an der Begegnung mit dem Bischof war groß, die Propsteikirche bot nicht genügend Sitzplätze. Wer allerdings ein Pontifikalamt „mit großem Bahnhof“ erwartet hatte, der irrte. Getreu des bischöflichen Wunsches: „Betet für mich. Lasst mich mitleben“, wurde nach Bekunden von Propst Josef Wolff „eine möglichst „normale Messe“ gefeiert. In deren Verlauf stellte Gemeindereferentin Petra Graff die Kommunionkinder vor, die namentlich und per Handschlag einzeln vom Bischof begrüßt wurden.

„Wir brauchen auch das Normale, auch die normale Form der Messfeier. Das Normale gibt unserem Leben Halt“, betonte Dr. Dieser. Eine Überraschung war auch seine Predigt, in der er sich mit Mikrofon in der Hand gleich vor die ersten Bänke stellte, in der die Kinder saßen. Er hielt das Jülicher Wappen hoch und erarbeitete gemeinsam mit ihnen, mit welchem Tier „ein Wappen für Jesus“ dargestellt werden könnte.

Er lobte viele Vorschläge, darunter eine weiße Taube, ein Fisch oder ein Schaf. Als Symbol für seinen Bischofsstab hatte er selbst Johannes den Täufer und das Lamm ausgewählt, das „die Sünden der Welt wegtragen wird. Dieses Lamm wird nie ein Wolf oder ein Löwe, es wird aber verwundet“, führte er weiter aus. Danach sagte er zu den Erwachsenen: „Wir meinen, durch Wehrhaftigkeit Sicherheit zu bewahren. Jeder spürt, dass die bisherigen Antworten nicht ausreichen. Ich glaube, dass dieses Neue von Jesus kommt. Was ihn gewiss gemacht hat, soll auch uns zuteil werden.“

Des Bischofs persönliches Ziel sei, „die Menschen mit Gott bekannt zu machen“. Viele Gläubige nutzten im Anschluss die seltene Gelegenheit der Begegnung mit dem Bischof. Ein ausführlicher Bericht über den Bischofsbesuch lesen Sie in der morgigen Ausgabe.

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