Jülich - Der Messkelch der Propstei-Pfarrkirche erinnert an Pfarrer Josef Breuer

Der Messkelch der Propstei-Pfarrkirche erinnert an Pfarrer Josef Breuer

Von: Dr. Peter Nieveler
Letzte Aktualisierung:
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Der Messkelch von 1956.

Jülich. Am 12. Oktober 1946 ernannte der damalige Aachener Bischof Johannes Josef van der Velden (1891-1954) den Rektor von St. Marien in Würselen-Scherberg, Josef Breuer, zum Pfarrer der Propsteipfarre Jülich. Er kam in die völlig zerstörte Stadt. In Jülich kannte ihn niemand, und er kannte Jülich nicht.

Wohnungen für die Menschen seiner Gemeinde waren sein wichtigstes Anliegen. Da musste auch der Wiederaufbau der in der Turnhalle des heutigen Westgebäudes des Gymnasiums Zitadelle an der Düsseldorfer Straße notdürftig untergebrachten Kirche zurückstehen. Der neue Pfarrer war ein geselliger Mensch. Beim Kartenspielen mit Freunden besprach er die Lage seiner Gemeinde in der von der englischen Besatzung verwalteten Stadt. Erst vier Jahre später ließ er auf den uralten Fundamenten der Kirche eine neue errichten, die heutige.

Als Breuer am 12. Februar 1956 sein Silbernes Priesterjubiläum feierte, schenkte ihm die Pfarre den ausgestellten Kelch aus schwerem, vergoldetem Silber und ließ den Anlass unter dem Kelchfuß in lateinischer Sprache eingravieren. Den elfenbeinernen Knauf des Kelches zieren das Lamm Gottes als Zeichen des auferstandenen Christus, die Taube des hl. Geistes und ein in der Ostkirche gebräuchliches Segenssymbol. Dieser Knauf war ein besonderes Zeichen der Anerkennung für den Pfarrer. 1968 starb Josef Breuer nach langer Krankheit. An seinem Begräbnis auf dem Friedhof in Jülich nahmen Hunderte teil. 

Info: Bei der Ausstellung „Alle um einen Tisch“ werden bis zum 10. September Jülicher Kirchenschätze in Westturm der Propstei gezeigt. Die Öffnungszeiten entnehmen Sie dem Terminkalender (Seite 14) 

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