Der Jülicher Schwanenteich bekommt eine Notoperation

Von: -vpu-
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Viele Dutzend Findlinge stützen nun die Schwanenteich-Einfassung auf der Wasserseite. Sie wiegen rund eine Tonne. Josef Esser (l.) setzte mit der Schaufel am Ausleger jeden Stein an seinen Platz. Foto: Uerlings

Jülich. Der Schwanenteich ist eines der Jülicher Wahrzeichen und hat in den vergangenen zwei Wochen sein Gesicht leicht verändert: Er bekommt ein neues Ufer. Das ist keine kosmetische Korrektur, sondern ein bisschen Notoperation, denn die Mauer an der Fußgänger-Promenade drohte ins Wasser zu stürzen.

Vor zwei Jahren fielen Risse im Fundament und Mauerwerk auf. Sie wurden eingehend untersucht, dazu wurde auch Wasser im Teich abgelassen. „Da konnte man das sehr gut sehen: Das Fundament ist in sich gebrochen, auf einer Länge von 20 Metern“, sagte Tiefbauamtsleiter Robert Helgers auf Nachfrage. Und mit dem Fundament waren natürlich auch die Steine abgesackt. Seit eineinhalb Wochen schafft der städtische Bauhof Abhilfe.

Die Mauer wurde auf fast der gesamten Länge am Fußweg entfernt. Der Bauschutt wurde bewusst ins Wasser geworfen und trägt nun viele Dutzend Findlinge, die Josef Esser und Kollegen unter anderem am Dienstag ins Wasser setzten. „Jeder der Steine wiegt zwischen 800 und 1100 Kilo“, berichtet der Fachmann vom Bauhof, der mit der Schaufel am Ausleger jeden Findling behutsam absetzte. Diese vergleichsweise einfache Lösung stützt die Mauer auf der Wasserseite und sorgt dafür, dass sie nicht umfallen kann. Der alte Sockel wird noch aufgemauert und mit kleinen Wasserbausteinen bedeckt.

„Wenn wir Dinge selbst machen können, sollten wir das auch tun“, sagt Robert Helgers, obschon natürlich auch die Arbeit des Bauhofs Kosten verursacht. Unter dem Strich hat der städtische Haushalt aber zunächst profitiert. Bei einer Fremdvergabe hätte die Sanierung gut 65.000 Euro gekostet. Jetzt fallen nur 17.500 Euro für das Material an, wie das Fachamt informiert.

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