Der Jülicher „Nubbel” ist erwacht

Von: dol
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Endlich geht es wieder auf die Bühne: Die kleinen Tänzerinnen der Stadtgarde Jülich freuten sich schon lange auf den ersten Auftritt der neuen Session. Foto: Dolfus

Jülich. Nein, so hatte sich das Narrenvolk aus Jülich und Umgebung den Auftakt für die Session 2009/2010 sicher nicht gewünscht. Trockenen Hauptes schafften es die Karnevalsvereine aus der Herzogstadt und den umliegenden Dörfern zwar noch von der Kleinen Kö bis zur Bühne auf dem Marktplatz.

Doch kaum hatte das muntere Showprogramm begonnen, erfolgte ein heftiger Guss von oben. Aber was ein echter Jeck ist, der lässt sich von einem bisschen Wasser nicht aus der Fassung bringen. Nach Abklingen des Schauers wurde fröhlich weiter geschunkelt, gesungen und getanzt.

Eröffnet hatte die fünfte Jahreszeit ganz offiziell Bürgermeister Heinrich Stommel. „Dat is de sojenannte ierschte Bürjer der Stadt. Jibt et eijentlich och ene letzte Bürjer”, fragte Moderator Peter Hintzen, Präsident der KG Stopp dä Mutz aus Broich, janz jeck das Publikum.

Die Antwort hatte er selbst prompt parat: „Och, dat is ja onsere Hein!” - scherzte er über seinen Co-Moderator Heinrich Ningelgen, Präsident der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus, der soeben dem Bürgermeister beim traditionellen Fassanstich zur Hand ging.

Ningelgen richtete ebenfalls einige humorige Worte an die Narrenschar: „Eijentlich wollt ich euch ja et Wort zum Samstach lese, evver dafür han mer och später noch Zick. Jetz wolle de Mädche danze!”

Den Mädchen und Damen der Stadtgarde, die nun als Erste die Bühne eroberten, gab er angesichts des Regens mit auf den Weg: „Ich hoff, dat keene op de Fott fällt. Evver wenn doch, is dat och keen Schand!”

Debüt einer Dreijährigen

Die Stadtgarde brachte zwei Rheinische Garden an den Start. Bei der Kindergruppe feierte die erst dreijährige Leona ihre Bühnenpremiere.

Weitere Tanzeinlagen präsentierten die Jülicher Rursternchen und der TSC Schwarz-Gelb Jülich. Nicht fehlen durfte natürlich der Tanz der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus, bei der erstmals wieder der Nubbel mitgebracht wurde.

Für Stimmung sorgte außerdem der Gesangsvortrag von Frank Muckel, Vorsitzender des Festausschusses Jülicher Kengerzoch, der das neue Sessionslied präsentierte.

Für ihre Tanzauftritte bekamen die Aktiven einen leckeren Weckmann, an dem jedoch Peter Hintzen etwas Schwerwiegendes auszusetzen hatte. „Dat mer jetz nit mie övverall roche darf, dat kann ich ja noch verstonn. Evver dat se jetz och noch dem Weckmann de Pief klaue, dat jeht nu wirklich ze wigg!”

In Broich würden die Weckmänner jedenfalls niemals nur mit einem Lutscher ausgestattet werden: „In Broich da heeßt et immer: Stopp dä Mutz un net Lutsch dä Lolly!” Die munteren Sprüche der Moderatoren, die musikalische Untermalung von der Blaskapelle St. Jakobus Warden und dem Jülicher Musikexpress und das obligatorische Hexenturmlied zum Abschluss sorgten trotz Regen für fröhliche Fastelovendsstimmung bis zum Schluss.
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