Der Integrationsrat macht sich Gedanken über die FH

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Der Integrationsrat ist emsig bei der Arbeit und hat die ersten Anträge eingereicht. Das Gremium fordert so, frühzeitig über die Nutzung des alten FH-Geländes nachzudenken. Foto: Stadt Jülich

Jülich. Die Wohn- und Versorgungssituation der Fachhochschul-Studenten auf dem neuen Jülicher Campus beschäftigte die Mitglieder des Integrationsrates bei ihrer dritten Sitzung. Das noch junge Gremium der Stadt hatte sich zudem die Festlegung von Tätigkeitsschwerpunkten und Zielen vorgenommen.

Die Vorsitzende Maria Schmidt berichtete, dass zum Wintersemester 2500 Studienplätze in den Fachbereichen vergeben sind. Ausländischen Studenten - derzeit etwa 600 - werde der Einstieg über das Freshman-Programm erheblich erleichtert. Die ersten beiden Semester werden in Englisch angeboten, und über Patenschaften gibt es Unterstützung in vielen Lebenslagen, zum Beispiel Begleitung bei Behördengängen, Konto-Eröffnung, Erklärung des Gesundheitssystems.

Die Zahl der Studentenwohnheime sei derzeit leider bei weitem nicht ausreichend. Zudem fehlten auch Sportstätten oder studentengerechte Freizeitmöglichkeiten.

Eine rege Diskussion entstand auch zum Thema Verkehrsanbindung. Zu den Zielen des Integrationsrates wurden Ideen und Anregungen aller Anwesenden gesammelt. Anschließend besprachen sich die Mitglieder des Integrationsrates in Kleingruppen die weitere Vorgehensweise. In den Themenfeldern Mobilität, Bildung, Arbeit, Wohnen, Kultur/Freizeit und Politisches wurden Schwerpunkte der künftigen Arbeit des Gremiums festgelegt. Als erstes Arbeitsergebnis des Integrationsrates wurden Anträge an den Bürgermeister bzw. an die Stadtentwicklungsgesellschaft gestellt.

In der Sitzung wurden auch Überlegungen angestellt, was mit dem Gelände der ehemaligen FH am Ginsterweg geschehen könnte. Hier war sich der Integrationsrat einig, dass dieses Gebiet für die Wohn- und Lebenssituation aller Jülicher Familien, Studenten, Senioren, Migranten eine einmalige Chance bietet, eine Planung sicherzustellen, die möglichst viele Bedürfnisse berücksichtigt. Deshalb hat der Integrationsrat den Antrag gestellt, die Chance zu nutzen, frühzeitig in einen Prozess der Ideen und Impulsentwicklung einzusteigen.

Der zweite Antrag zielt auf die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs. Hiervon profitieren nicht nur die Studenten, sondern alle Einwohner Jülichs, die in der Mobilität eingeschränkt sind. Von der Einrichtung neuer Bushaltestellen bis zur abgestimmten Taktung der öffentlichen Anbindungen Aachen-Jülich-Forschungszentrum sowie der Rurtalbahn. Vor allem auch an den Wochenenden soll eine höhere Frequenz im ÖPNV erreicht werden, fordert der Integrationsrat.

Für die Zukunft wünschen sich die Mitglieder im Workshop Kultur und Freizeit in den nächsten Jahren eine internationale Begegnungsstätte in Jülich. Vorstellbar sei eine Verknüpfung von Sportangeboten, Gastronomie, Bibliothek, Offenen Treffpunkten für alle Generationen und Nationen. Ebenfalls die dazugehörige Infrastruktur (Bäcker, Kiosk etc.) soll berücksichtigt werden. Ob es Fördermittel gibt, vor allem in Zusammenhang mit einem Wohnmodell für Senioren und/oder Studenten, ist zu prüfen.

Im Workshop Bildung steht die Optimierung der Bildungsarbeit an Kindern im Vordergrund. Auch hier sieht der Integrationsrat einen Schwerpunkt für künftige Tätigkeiten.
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