Der Indesee schlägt bereits in der Planungsphase Wellen

Von: Antonius Wolters und Guido Jansen
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So soll das neue Gewässer irgendwann nach 2050 aussehen: Schophoven (oben) liegt mit seiner Bebauung dann direkt am Wasser, gegenüber zwischen Lucherberg und Merken entsteht ein großer Strand. Foto: Indeland

Inden/Aldenhoven. Der Gemeinderat Aldenhoven und der Indener Ausschuss für Gemeindeplanung und -entwicklung haben sich in ihren Sitzungen am Donnerstag fast gleichzeitig mit dem Rahmenplan Indesee beschäftigt.

Aldenhoven war dabei aufgefordert, eine Stellungnahme zum Entwurf des Rahmenplans Indesee abzugeben, der bereits vor drei Jahren den Ratsgremien vorgestellt worden ist. Seinerzeit hatte die Merzbachgemeinde eine Reihe von Ergänzungen vorgeschlagen, beispielsweise die Anlage eines weiteren Fähranlegers im Bereich des künftigen Grünzuges von der Indeaue zum Indesee inklusive Strand. Zudem wurde die Anlegung eines Hundestrandes sowie die Überprüfung der Kapazitäten der vorgesehenen Strandbäder angeregt. Auch ein Radweg zählt zu den Aldenhovener Wünschen.

Diese Anregungen seien im wesentlichen bei der weiteren Planung einbezogen worden, hatte die Verwaltung in ihrer Vorlage vermerkt, was auch SPD-Fraktionsvorsitzender Udo Wassenhoven bestätigte. So verabschiedete der Gemeinderat einstimmig die Stellungnahme zum Rahmenplan Indesee, die dem Aufsichtsrat der Entwicklungsgesellschaft Indeland zugeleitet wird und unter anderem Grundlage für die folgenden Betriebspläne des Tagebautreibenden sein wird, der die Vorgaben umsetzen soll.

Viel Diskussionsbedarf

Im Indener Ausschuss gab es noch so viel Diskussionsbedarf, dass ein Beschluss verschoben werden musste. Die Vertreter einigten sich nach dem Hinweis von Bürgermeister Ulrich Schuster darauf, möglichst bald noch einmal zusammenzukommen, um über den Rahmenplan für den Indesee abzustimmen. Das soll spätestens im März auf einer gesonderten Sitzung der Fall sein.

Bis dahin haben sich die Fraktionen die Möglichkeit erbeten, Änderungen an dem Rahmenplan vornehmen zu können, den Gemeindeplanerin Regina Dechering und Clas Scheele vom Landschaftsarchitekturbüro Stephan Lenzen vorstellten. Beinahe schon allergisch reagierte die SPD-Fraktion auf die Idee, neben Schophoven auch in Merken einen Wissenschaftspark einzurichten. „Die Schophovener machen am meisten mit wegen des Tagebaus“, sagte Rudi Görke.

Deswegen sei es wichtig, dass alle Versprechen eingehalten werden; auch das, dass nur Schophoven einen solchen Park erhält. Und Manfred Meurers (UDB) ergänzte, dass die Stadt Düren kein Befürworter der See-Lösung nach dem Tagebau sei. „Soll Düren jetzt mit der Zusage eines Wissenschaftsparks geködert werden“, fragte er. Schuster kündigte an, dass in Sachen Wissenschaftspark eine Stellungnahme der Gemeinde in Richtung der verantwortlichen Indeland GmbH abgegeben werden könne.

Zudem erklärten Dechering und Scheele, dass der See komplett von einem Radwanderweg umschlossen werden und dass zwischen Lucherberg und Merken ein touristisch nutzbarer Strand entstehen soll. Wenn direkt am See gebaut werden soll, so wie in Schophoven geplant, dann werden dort Kaimauern eingezogen, die vor Wellenschlag schützen.

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