Der Indeland-Triathlon: Eigentlich längst ein Familienereignis

Von: jago
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„Schöne nasse Schwämmchen – schönes kaltes Wasser“, riefen die Kinder den Sportlern entgegen. Foto: Jagodzinska
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Nährwert mit Krümmung. Ausdauersportler lieben Bananen. Foto: Jagodzinska
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... und am Ende im Ziel in Siegerpose schmeißen. Foto: Jagodzinska

Aldenhoven. Völlig erschöpft sank der Sieger der Mitteldistanz des Indeland-Triathlons, Simon Jung, im Zielbereich auf die Wiese. „Da habe ich wohl etwas überpowert“, schätzte er die Attacke in der vorletzten Runde der Laufstrecke ein, bei der er den Vorjahressieger Johann Ackermann überholt und einen Vorsprung herausgelaufen hatte.

Insgesamt war jedoch ganz besonders auf der Radstrecke der Kampf gegen den berühmt-berüchtigten Indeland-Wind die größte Herausforderung für die Athleten.

Die mehreren Tausend Zuschauer und Fans empfanden die sommerliche Brise hingegen als sehr angenehm. Auch die Ordner und Helfer in den verschiedensten Einsatzbereichen genossen die sommerlichen Witterungsbedingungen, die die Regenschauer des frühen Morgens ablösten.

Nicht wenige Mitglieder aus dem großen Veranstaltungsteam sind bereits seit zehn Jahren dabei und freuten sich über das runde Indeland-Triathlon-Jubiläum. So ist beispielsweise Manfred Seemann den Stammgästen des Triathlons als der Mann an der Ecke mit dem Bergbau-Denkmal bekannt. So lange es ruhig ist, sitzt er geduldig in seinem gemütlichen Klappstuhl, ist aber sofort auf Posten, wenn sich Läufer nähern, um die Strecke zu sichern und die Sportler für den Schlussspurt anzufeuern.

Entspannt ging es bei der „Beutel-Kontrolle“ zu. Hier wurden die Tüten mit den Utensilien der Aktiven in numerischer Reihenfolge bereit gelegt, damit am Ende Neoprenanzüge, Duschgels und diverse persönliche Badartikel ihre richtigen Besitzer fanden.

Einige Jugendliche waren ganz eifrige Helfer, und so meinte Monika Lennartz: „Es ist doch schön, dass wir die jungen Leute dazu animieren können, selbst sportlich aktiv zu werden und nebenbei soziale Verantwortung übernehmen.“

Ganz anders ging es an der ersten Läuferverpflegungstelle zu, an der von Betreuern und Eltern beaufsichtigte Kinder sich fast überschlugen beim Reichen von Bechern mit Wasser, Cola, Iso oder von Wasserschwämmchen. Herrlich zu beobachten, wie eifrig die Kinder bei der Sache waren und wie sehr sie sich freuten, wenn ein Triathlet genau ihren Becher annahm.

Beim Indeland-Triathlon ist Familientag angesagt, und den nutzten die Besucher ausgiebig auf ganz individuelle Art und Weise. Mal ließ man sich zu einem Minipicknick mit Hund und Kind auf der Wiese nieder, mal ließ man am Rand der Strecke die Beine baumeln oder betätigte sich selbst sportlich, oder man nutzte das reichhaltige Speisenangebot.

An manchen markanten Stellen war der Andrang besonders groß. So war das Ende der Radstrecke, an der die Kampfrichter mit Argusaugen darauf achteten, dass die gelbe Wechsellinie zu Fuß überschritten wurde, stets von Fans umlagert.

Endspurt

Naturgemäß erwies sich der Zielbereich als größter Zuschauermagnet, in dem das sportlich faire Publikum alle Athleten mit reichlich Beifall zum Endspurt anspornte. Mehr als nur ein Service für die Zuschauer war die Namensnennung der ins Ziel einlaufenden Aktiven, es war auch eine Anerkennung der sportlichen Leistung jedes Einzelnen.

Insgesamt konzentrierte sich das Geschehen überwiegend auf den Römerpark, aber auch entlang der Laufstrecke, und hier besonders um die Gastronomie im Dorfzentrum herum, waren sportbegeisterte Grüppchen zu beobachten.

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