Der größte Fan von „Fanta 4“ kommt aus Broich

Von: ptj
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Musiklesung in der KuBa-Kneipe: Andreas Sartorius (l.) präsentiert sein Buch „Troyer Begleiter – Die fantastischen Vier und ich“. Autor Christoph Straßer liest das Vorwort von „Smudo“ vor. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Ohne dich wären wir schon lang raus“, huldigen „Die fantastischen Vier“ in einem Video ihrem „Traditionsfan“ Andreas Sartorius, heute wohnhaft in Broich. Dieser schildert, mit Unterstützung des Autors Christoph Straßer, im Buch „Troyer Begleiter – die Fantastischen Vier und ich“ sein Leben als Musikkonsument seiner Lieblingsband von den 1990er Jahren bis heute.

Rapper Smudo hat das Vorwort geschrieben. „Das Schönste für mich an diesem Buch ist zu erfahren, wie der Weg zu uns aus Sicht eines Fans erlebt wurde“, lautet ein Auszug.

In der 25-jährigen Beziehungsgeschichte von Sartorius und der deutschen Hip Hop-Band entwickelt sich der Fan zu einem Freund, einem sogenannten „Fran“. Sartorius ist noch neu im Geschäft. Bei seiner insgesamt fünften „Musiklesung“ war der Veranstaltungsort deshalb die KuBa-Kneipe. Sartorius‘ Fans und Wegbegleiter erlebten nichtsdestotrotz die emotionsgeladene Lesung eines von seinem Thema begeisterten Autors, untermalt von Videos und dem für seine Freundin Kathrin neu aufgenommenen „Fanta4“-Rap „Hammer“.

Smudos Vorwort trug Christoph Straßer vor. Die launig/unterhaltsam geschriebene Biographie, gespickt mit kurzen Analysen von Zeitphänomenen, beginnt mit dem Single-Album „Die Da“ 1992. Sartorius ist da „von diesem Quatsch unglaublich genervt“. Als ein Freund ihm aber zum 17. Geburtstag das Album „Vier gewinnt“ schenkt, findet er es bis auf besagten Song „relativ schnell geil“. Im März 1993 beginnt am „Tor 3“ in Düsseldorf „etwas Großes“. Andreas schwänzt die Berufsschule und fährt stattdessen von Neuss in die Landeshauptstadt zu seinem ersten Konzert überhaupt.

Weil er keine Karte mehr bekommt, lädt Smudo ihn kurzerhand ein. So lernt er die „Fantas“ backstage auch persönlich kennen. „Ich war total angefixt“, schreibt Sartorius, und zwar nicht nur von der Musik, sondern auch von der Show und den „überhaupt nicht abgehobenen Jungs“. Seit diesem Tag ist der Autor der wahrscheinlich größte Fan der Band. Er reist ihnen hinterher und feiert auf unzähligen Konzerten stets in der ersten Reihe mit.

Weil er sich selbst „noch nicht gefunden hat“, imitiert er Thomas D. bis auf dessen Sonnen-Tattoo um den Bauchnabel. Als Sartorius nach dem Scheitern seiner 13-jährigen Ehe seine Traumfrau Kathrin kennenlernt – die auch im KuBa saß – lädt Thomas D. ihn in sein Tonstudio ein und nimmt mit ihm besagten Rap „Hammer“ für sie auf. Das letzte Kapitel „Troy“ greift wieder den Titel des Buches nach dem gleichnamigen Song der „Fanta 4 auf mit dem Text „Wir kennen uns ‘ne halbe Ewigkeit, hatten zu jeder Zeit nur wenig Streit“.

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