Jülich - Der Dschungel zieht in das Roncalli-Haus ein

Der Dschungel zieht in das Roncalli-Haus ein

Von: Mira Otto
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Das Duo Jogo Pausch (l.) und Anja Seidel präsentierten im Roncalli-Haus eine musikalische Lesung von Rudyard Kiplings „Dschungelbuch“. Foto: Mira Otto

Jülich. In den Jugendtreff Roncalli-Haus zog der Dschungel ein, als Anja Seidel und Jogo Pausch die Bühne betraten. Das Duo präsentierte dort Kindern von sechs bis zwölf Jahren den Originaltext des „Dschungelbuchs“ nach Rudyard Kipling. Dabei vertonte der Berufsmusiker und Geräuschemacher Jogo Pausch die Laute des Urwalds, während Anja Seidel die Zeilen Kiplings den Kindern zu Gehör brachte.

Dementsprechend hörten die Kinder, die auf Matten versammelt vor der in grünes Licht getauchten Bühne saßen, wie Tiere des Dschungels auf das „Menschenjunge“ Mogli aufmerksam werden. Während Pausch mit dem Instrument Waldteufel das morgendliche Strecken von Moglis neuem Vater Wolf imitierte, erzählte die mit einem Tigerkostüm verkleidete Seidel, wie der gefährliche Schir Khan das Menschenkind als seine Beute in Besitz nehmen will.

Diese angespannte Situation gibt Pausch auf einem der vor ihm stehenden 20 Instrumente wider, unter denen sich neben einem Schlagzeug auch mehrere Daumenpianos oder eine indische Shrutibox befindet.

Zu Moglis Glück findet er in Panther Baghira und dem gemütlichen Bären Balu, der von Seidel mit rheinischem Akzent gesprochen wurde, neben seiner Wolfsfamilie weitere Freunde. Auch die Affen der Erzählung fanden am diesem Abend ihren Platz. Seidel las, wie die Affen versuchen, Mogli zu rauben.

Hierbei lachten die jungen Zuhörer herzlich, als Jogo Pausch mit einer Spielzeugtrompete die lustigen Affenlieder nachahmte. Schließlich kann sich Mogli vor den Affen und Schir Khan mit Feuer retten, doch muss er nun den Wald verlassen, da er erwachsen geworden ist. „Ich kenne das Dschungelbuch schon lange und finde die Geschichte cool“, sagte der achtjährige Till zu dem Stück.

„Wir versuchen bei den Kindern ein Kino im Kopf zu erzeugen. Dabei hilft uns die bildliche Sprache von Rudyard Kipling und die Musik, welche viel transportieren kann“, sagte Seidel zu ihrer Rezitation und führte fort: „Natürlich wollen wir den Jungen und Mädchen dabei ein Stück Literatur vermitteln.“

„Die Beiden sind sehr kreativ. Es ist schön, dass wir mit der Lesung speziell für Kinder von sechs bis zwölf Jahren eine Veranstaltung anbieten konnten“, sagte Sascha Römer, seines Zeichens der Leiter des Jugendtreffs Roncalli-Haus, zu dem Event.

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