Jülich - Der ctw ein „herzliches Willkommen in unserer Stadt”

Der ctw ein „herzliches Willkommen in unserer Stadt”

Von: hfs.
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Als Vorsitzender der Geschäftsführung der Malteser Trägergesellschaft stellte Karl Prinz zu Löwenstein beim Empfang heraus, „dass die Ubergabe von St. Elisabeth definitiv und das Haus bei der ctw in guten Händen ist.” Foto: hfs.

Jülich. „Die erforderlichen Umstrukturierungen für die Festlegung des künftigen Leistungsspektrums sind eingeleitet.” Diese Feststellung der beiden ctw-Geschäftsführer Szük und Koch am Rande des Empfangs anlässlich der Krankenhausübertragung von St. Elisabeth auf die Caritas stimmte viele der geladenen Gäste zuversichtlich.

Denn die die Sicherung der Arbeitsplätze und die Verbesserung der medizinischen Leistungsfähigkeit sei „vorrangiges Ziel”, lautete das öffentliche Bekenntnis der beiden.

Gerade die Leistungsfähigkeit liegt der ctw nach eigenem Bekunden sehr am Herzen. So sollen schnellstmöglich die beiden vakanten Chefarztposten in der Chirurgie (seit August 2009) und der Gynäkologie (November 2009) besetzt werden. Gespräche mit den Krankenhausträgern seien abgeschlossen, und man habe grünes Licht bekommen.

„Wir haben sehr konstruktive und fruchtbare Gespräche geführt. Wir sind sehr schnell auf einen gemeinsamen Nenner gekommen”, unterstrich Gàbor Szük bei seiner Begrüßung an die Adresse von AOK, DAK und Barmer. Dass gerade diese später kritisiert wurden, führte zu einem Eklat.

Als Kuratoriums-Vorsitzender schien Antonius Freiherr Geyr von Schweppenburg den Sinn der Veranstaltung missverstanden zu haben, ließ er doch 22 „erfolgreiche Jahre” unter der Trägerschaft der Malteser Revue passieren. Dabei stellte er besonders heraus, „dass es die Krankenkassen Gott sei Dank nicht geschafft haben, so ein kleines Haus wie Jülich kaputt zu machen”.

Dies war für AOK-Regionaldirektor Waldemar Radtke ein Affront, sofort verließ er seinen Platz. „Das ist eine bodenlose Frechheit. In vielen Treffen mit den Maltesern und Geschäftsführer Brauers haben wir überlegt, wie wir das defizitäre Jülicher Haus über die Runden bringen können”, sagte Radtke auf Nachfrage. Und Elisabeth Schäfer, Regionaldirektorin der DAK, blieb „nur aus Loyalität gegenüber der ctw beim offiziellen Teil”.

Bei diesem hatte auch Wolfgang Gunia als stellvertretender Jülicher Bürgermeister klar herausgestellt, dass sich die gesamte Politik und die Jülicher Bürger freuen, „dass die ctw unser Krankenhaus übernommen hat. Es ist in guten Händen.”

Klare Worte fand Gunia aber auch gegenüber Kreis und Landrat. „Wir haben keinerlei Verständnis für ihr juristisches Vorgehen.” Und direkt an die ctw gewandt übermittelte Gunia im Namen aller Bürger „ein herzliches Willkommen in unserer Stadt”.

Dass es den Maltesern schwer gefallen sei, die Trägerschaft über St. Elisabeth abgeben zu müssen, hatte Karl Prinz zu Löwenstein als Vorsitzender der Geschäftsführung dargelegt. „Erst die Gesundheitsreformen haben dem Haus stark zugesetzt, so dass es ab 2002 in den Defizitbereich abrutschte.” So waren es laut Löwenstein auch die Veränderungen der Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen, die dazu geführt hätten, „dass die Kosten um 25 Prozent gestiegen, die Erlöse aber um 22 Prozent gesunken sind”.

Dank sagte er allen Mitarbeitern für den Arbeitseinsatz. Die Malteser seien überzeugt, St. Elisabeth in gute Hände übergeben zu haben. Kritik richtete er an den Kreis. „Schon ab Anfang Januar 2009 haben wir mit dem Kreis hinsichtlich der Aufgabe der Trägerschaft Gespräche geführt. Sehr konstruktive, erst als der Termin der Übergabe feststand, hieß es plötzlich, man wolle das Ganze noch einmal überdenken.” Die Einstweilige Verfügung werde laut Löwenstein nichts mehr an der neuen Trägerschaft ändern, sie sei „definitiv”.

Am Rande des Empfangs wurde bekannt, dass Landrat Wolfgang Spelthahn ein Gespräch mit den Maltesern vereinbart hat. Für die ctw stellte Geschäftsführer Bernd Koch klar, „dass Herr Spelthahn bisher weder auf ein Telefonat, noch auf ein Schreiben oder eine Mail von uns reagiert hat”.
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