Aldenhoven - Der Bergmännische Traditionsverein: Die Bewahrer des Bergbauerbes

Der Bergmännische Traditionsverein: Die Bewahrer des Bergbauerbes

Von: Adi Zantis
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Die Festgäste beim Kommers zum 25-jährigen Bestehen des Bergmännischen Traditionsvereins „Glück auf“ Aldenhoven mit Weihbischof Karl Reger und Pfarrer Joachim Klemens Plattenteich (6. und 7. v. l.), Bürgermeister Ralf Claßen und SPD-Bundestagsabgeordneter Dietmar Nietan (10. und 11. v. l.) sowie Vorsitzender Franz Fiedler (r.) und stellvertretender Vorsitzender Gerd Hartung (6. v. r.). Foto: Zantis

Aldenhoven. Beim Festkommers zum 25-jährigen Bestehen des Bergmännischen Traditionsvereins „Glück auf“ Aldenhoven konnte Vorsitzender Franz Fiedler im Bergbaumuseum vor allem verdienstvolle Förderer der bergmännischen Vereinigung begrüßen. „Wir sind heute zusammengekommen, um Ihnen mit der Verleihung der Ehrenmedaille einen besonderen Dank auszusprechen.“

Fiedler ging noch einmal auf das Jahr 1992 zurück, als im Juli die Gemeinschaft für Stein- und Braunkohle „Glück auf“ Aldenhoven gegründet wurde. Mit dem Vorsitzenden August Albrecht waren es vor allem Peter Skropke, Josef Drah, Rudi Schmitz, Karl Schenkelberger, Karl Paduschek, Jean Quinten, Rudi Schmitz, Manfred Borchert und Franz Fiedler, die sich mit unermüdlichem Einsatz für den Ausbau des heutigen Bergbaumuseums bemühten. „Nach über 16 000 Arbeitsstunden“, dokumentierte Fiedler, „konnte bis zum Frühjahr 1997 das neue Domizil in Aldenhoven ausschließlich in Eigenleistung erstellt werden“. „Damit“, so resümierte der Vorsitzende, „war es uns gelungen, in einer ehemaligen Scheune ein erinnerungswürdiges Museum für den Bergbau zu verwirklichen.“

In Würdigung als Schirmherr des bergmännischen Jubelfestes stellte der Aldenhovener Bürgermeister Ralf Claßen die Frage: „Was macht einen recht jungen Verein so wichtig?“ Nach seiner Beurteilung „steckt die Bedeutung bereits im Namen, denn es handelt sich um einen bergmännischen Traditionsverein. Wer in dieses Museum eintritt, der atmet bereits Tradition mit der bergmännischen Geschichte. Er wird umfangen von einer Willkommenskultur und Gastfreundschaft. Man kommt in ein Gebäude, das als Haus Vaahsen bekannt ist und als ehemaliges Kloster zum Zentrum der Aldenhovener Wallfahrt gehörte.“

Für den Bürgermeister ist das Museum „ein Glücksfall für die Gemeinde“. „Es ist mit Fleiß, Tatkraft sowie handwerklichem Geschick und Fähigkeiten der Bergleute verbunden.“ Dabei erinnerte Claßen an die Pioniere der Museumsgründer und erwähnte dabei unter anderem August Albrecht und Ulrich Hüttenhain, die sich in den zurückliegenden Jahren um das bergmännische Museum bemüht hatten. Er sieht die „heutige Aufgabe von uns Jüngeren“ im Bemühen um den Erhalt dieser Tradition. „Das sollten wir gemeinsam anpacken, denn der Bergbau ist ein untrennbarer Teil der Aldenhovener Geschichte.“ Einen Glückwunsch übermittelte auch Helmut Simon als Vorsitzender des Rings Deutscher Bergingenieure.

Finanzierung und Ehrenamt

In einer aktuellen Bilanz sah der stellvertretende Vorsitzende Gerd Hartung für die Zukunft des Traditionsvereins eine wichtige Aufgabe im Fortbestand des Museums. „Die Euphorie aus den vergangenen Jahren ist vorbei, denn ehemalige Bergleute werden immer weniger.“ Er nannte auch „das Problem der Finanzierung und den ehrenamtlichen Einsatz“. „Hier müssen wir besonders für uns selber sorgen!“ Deshalb freut man sich im Traditionsverein ganz besonders über Freunde und Gönner, die man mit der Urkunde und Ehrenmedaille besonders hervorheben kann. „Es sind Förderer, die uns mit vielseitiger Hilfe beistehen und unterstützen.“

Im Glückwunsch an die ehemaligen Bergleute betonte der Dürener SPD-Bundestagsabgeordnete Dietmar Nietan „den Erhalt und die Fortführung der bergmännischen Tradition“. „Es waren Stahl und Kohle, die den Grundstein legten für unsere Industrie und für den wirtschaftlichen Fortschritt beigetragen haben.“

Bei der Verleihung mit der Ehrenmedaille zeigte sich der Aachener Weihbischof Karl Reger „sehr berührt“ und sprach „Segenswünsche für die Zukunft“ aus. Als geistlicher Begleiter der Traditionsbergleute lobte Pfarrer Joachim Klemens Plattenteich aus Eschweiler „den Kameradschaftsgeist im freundschaftlichen Miteinander bei den ehemaligen Bergleuten“. Eine Sonderehrung erhielt Anna Albrecht, die sich als Ehefrau des unvergessenen Vorsitzenden August Albrecht viele Verdienste im Traditionsverein erworben hatte.

Weiterhin geehrt wurden Franz-Josef Bücken (Vorsitzender des Knappenvereins Hückelhoven), Günter Schorn, Ulf Vit (ehemaliger Aldenhovener Bürgermeister), Klaus und Peter Kriescher, Jochen Bittner und Detlef Stab .

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