Jülich - Der Abriss der alten FH ist ein Glücksfall für die Stadt

Der Abriss der alten FH ist ein Glücksfall für die Stadt

Von: Volker Uerlings
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Der Parkplatz ist leer wie selten, und die Tage der alten Fachhochschulgebäude am Ginsterweg sind gezählt. Das citynahe Gelände ist 59.000 Quadratmeter groß und gehört bald der Stadt Jülich. Foto: Uerlings

Jülich. Der Umzug der Fachhochschule Jülich in das neue Gebäude an der Heinrich-Mussmann-Straße ist kaum abgeschlossen, da ist auch das Schicksal der Altbauten aus den 70er Jahren am Ginsterweg besiegelt. „Wir reißen ab”, erklärte Harald K. Lange, Leiter der Niederlassung Aachen des Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB) NRW, auf Anfrage.

Der BLB ist für alle Dienststellen des Landes zuständig - in Jülich sind das neben der FH zum Beispiel das Amtsgericht, die Polizei, das Studienseminar und das Finanzamt. Der Abriss ist für die Stadt Jülich ein kleiner Glücksfall, denn die hochverschuldete Kommune bekommt endlich den „Lohn” für einen Grundstückstausch: eine gewaltig große innenstadtnahe Fläche zur freien Verfügung - und Vermarktung.

Im Gegenzug hatte die Herzogstadt vor Jahren die Flächen abgegeben, die zum Neubau der FH benötigt wurden und die sich in ihrem Besitz befanden. Um den Abriss der alten Liegenschaft, die 1971 in Betrieb genommen wurde, komme man nicht herum, ist Lange überzeugt.

Katastrophaler Zustand

„Das Gebäude befindet sich in einem katastrophalen baulichen und technischen Zustand. Das ist eine einschalige Konstruktion, und da oben weht es heftig”, beschreibt Lange den Status Quo. Ganz davon abgesehen, dass sich verrottete Platten von der Außenverkleidung lösten und die Haustechnik nach heutigem Stand vorsintflutlich erscheine.

Das sei auch der Grund dafür, die Gebäude nicht noch eine gewisse Zeit stehen zu lassen, um zum Beispiel 2013 noch über Kapazitäten zu verfügen, wenn der Doppel-Abitur-Jahrgang mutmaßlich doppelt so hohe Studentenzahlen beschert.

„Das Abrissgutachten ist fertig, die Ausschreibung der Abrissarbeiten geht raus”, informiert BLB-Niederlassungsleiter Lange. Im Herbst dürften dann die Tage der alten FH gezählt sein.
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