Jülich - Denkmalsatzung: Verwaltung und Politiker wollen nachdenken

Denkmalsatzung: Verwaltung und Politiker wollen nachdenken

Von: -ks-/hfs.
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Jülich. Dass die Stadtverwaltung Jülich mit ihrem massiven Vorgehen gegen Geschäftsleute, die mit ihrer Außenwerbung vermeintlich gegen die Denkmalbereichssatzung verstoßen haben, auf ebenso massive Gegenwehr gestoßen ist, hat jetzt auch den Stadtrat beschäftigt.

Bürgermeister Heinrich Stommel teilte mit, dass die Verwaltung kein Interesse daran habe, die Fassaden im Gebiet der Denkmalbereichssatzung generell von Werbeträgern zu befreien. Es gehe nur darum, Werbeträger bei einer Erneuerung oder Änderung, die gemäß Bauordnung genehmigungsbedürftig sei, „auf ein mit der Denkmalbereichssatzung verträgliches Maß hin” zu prüfen.

Dies erfolge im Benehmen mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege. Eine generelle Überprüfung der Werbeanlagen sei aus personellen und zeitlichen Gründen „nicht möglich und wird auch nicht angestrebt”.

Die Äußerung des Beigeordneten Martin Schulz gegenüber Geschäftsmann Alfred Bardon, es gebe kein Muster, wie Werbung im Sinne der Unteren Denkmalbehörde aussehen müsse, rief die Politik auf den Plan. Schulz hatte ja auch erklärt, Bardon, dessen Markisenumgestaltung der Verwaltung missfällt, möge „so lange Vorschläge einreichen, bis wir sie genehmigen können”.

Politische Gremien einbeziehen

CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Capellmann erklärte, man müsse sich intensiv mit der Denkmalbereichssatzung befassen und damit in die politischen Gremien gehen. Bürgermeister Stommel entgegnete, die Verwaltung wolle intern Überlegungen anstellen. Bauausschussvorsitzender Erich Gussen (CDU) bekräftigte jedoch, dass das Thema des Fachausschusses sei.

Stommel „konkretisierte”, er meine die Verwaltungs- und die politische Ebene gleichermaßen. Die Überarbeitung der Denkmalbereichssatzung werden die Geschäftsleute sicherlich interessiert begleiten. Und die jetzt mit den Streitfällen befassten Gerichte werden sicher mit großem Interesse zur Kenntnis nehmen, dass Verwaltung und Rat die eigene Satzung für überdenkenswert halten.
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