Den Forschergeist der Informatiker fördern

Von: jago
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Die Kooperation des Gymnasiums Haus Overbach mit der IT-Firma VOQUZ soll Schülern in Workshops und Unterrichtsstunden die Methoden der professionellen Software-Entwicklung näherbringen. Foto: Jagodzinska
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Sie stellten den Schülern die Kooperation vor: (l.) VOQUZ-Geschäftsführer Günter Gerstmann, Schulleiter Thorsten Vogelsang, Projektbetreuer Heiko Mock (2.v.r.) und der Projektleiter und stellvertretende Schulleiter Josef Dahmen (r.). Foto: Jagodzinska

Barmen. Im Rahmen der MINT-Förderung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) den Informatikbereich zu stärken und hier den Unterricht praxisbezogener und attraktiver zu gestalten, ist das Ziel der Kooperationsvereinbarung, die das Gymnasium Haus Overbach mit der Firma „VOQUZ“ geschlossen hat.

„Mit diesem Projekt möchten wir alle ansprechen, nicht nur die an der Informatik Interessierten“, ermunterte Schulleiter Thorsten Vogelsang zu Beginn der Informationsstunde die Schüler des aktuellen Informatikkurses der EF sowie die Schüler der Jahrgangsstufe 9, die im nächsten Jahr diesen Kurs wählen können, sich näher mit den Inhalten des Angebots zu beschäftigen.

VOQUZ-Geschäftsführer Günter Gerstmann verdeutlichte die Philosophie des eigentümergeführten Mittelstands-Unternehmens und gab einen Einblick in die sich aus der Kooperation für die Schüler ergebenden vielfältigen Möglichkeiten ihrer Zukunftsplanung. Kreative Geister seien gefragt, denn in der Informatik spiele Forschergeist eine weitaus wichtigere Rolle als in anderen Bereichen. Zudem bestehe die Informatik aus weit mehr als nur aus Programmieren.

Ehemaliger Overbach-Schüler

Betreut wird das Projekt vom ehemaligen Overbacher Schüler Heiko Mock, seit 1998 als Consultant der VOQUZ aktiv. An Hand konkreter Beispiele möchte er den Schülern die Arbeitsweisen in der IT-Branche und die einzelnen Schritte einer Projektentwicklung näherbringen. „Man muss die Prozesse verstehen und verständlich machen, die Anforderungen definieren und dokumentieren“, umriss er die Rahmenbedingungen zur erfolgreichen Projektplatzierung.

Damit beantwortete er auch das Feedback eines Schülers, der zur Definition der Requirements (zu erfüllende Eigenschaften) im bestehenden Informatikkurs, festgestellt hatte: „Das ist ja alles ganz nett, aber auch so unglaublich viel Papierkram.“ Damit alle an einem Projekt beteiligten Mitarbeiter das klar definierte Ziel und die zu dessen Erreichen notwendigen Ressourcen vor Augen haben, ist die mit viel Schreiben verbundene anfängliche Dokumentation unerlässlich und der Schlüssel zum Erfolg.

Die Kooperation der kommenden Jahre wird sich so darstellen, dass die Firma VOQUZ den Schülern von Informatikkursen in der Einführungsphase der Oberstufe im Rahmen von Workshops und begleitenden Unterrichtsstunden die Methoden und Vorgehensweisen der Softwareentwicklung im professionellen Bereich vermitteln wird.

Als Startprojekt hat Heiko Mock die Entwicklung einer mobilen App vorgesehen, die zum Beispiel unter Messebesuchern zur Kontaktaufnahme benutzt werden kann. Sollte die Softwareentwicklung erfolgreich verlaufen, ist als besonderer Anreiz in Aussicht gestellt, eventuell eine Präsentation auf einer Messe in San Francisco vorzunehmen, an der Schüler des Kurses teilnehmen könnten.

„Man muss bereit sein, sich damit auseinanderzusetzen“, stellte Josef Dahmen, Projektleiter und stellvertretender GHO-Schulleiter, vor Abschluss des Kooperationsvertrags fest. Heiko Mock kommentierte die künftige Zusammenarbeit mit Zuversicht auf anwendungsfähige Entwicklungen: „Die Realität kommt an die Schule.“

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