Demenz ist zunehmend eine zentrale Aufgabe

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Bürgermeister Axel Fuchs (Mitte), Dezernentin Doris Vogel (rechts) und Projektleiterin Beatrix Lenzen (links) präsentieren das Veranstaltungsprogramm. Foto: Stadt Jülich/Stein

Jülich. Im Herbst 2014 gründete sich in Jülich unter städtischer Federführung das Aktionsbündnis „Lokale Allianz für eine demenzfreundliche Stadt Jülich“. Gemeinsam möchten die lokalen Bündnispartner aus den Bereichen Pflege, Medizin, Forschung, Beratung, Selbsthilfe und Ehrenamt die Lebenssituation der von einer Demenz Betroffenen und ihrer versorgenden Angehörigen dauerhaft verbessern.

Die Stadt Jülich wurde im September 2014 aufgenommen in das Bundesförderprogramm der „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“. Innerhalb des zweijährigen Förderzeitraumes wurden viele Informationsveranstaltungen für Betroffene, Angehörige, professionelle und ehrenamtliche Kräfte, aber auch für viele am Thema Interessierte in Jülich angesetzt werden. Insbesondere die Schulung verschiedener Berufsgruppen zu Umgang und Kommunikation bei Demenz haben ein breites Spektrum an Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht. Die Sensibilisierung einer breiten Öffentlichkeit für das Thema „Leben mit Demenz in Jülich“ ist somit gelungen.

„Eine zunehmend zentrale Aufgabe unseres Gemeinwesens wird die Versorgung, Begleitung und Betreuung, aber auch die gesellschaftliche Teilhabe demenziell veränderter Menschen in unserer Mitte sein“, erklärt Bürgermeister Axel Fuchs. „Denn schon heute leben bundesweit ca. 1,6 Millionen von einer Demenz Betroffene.“

Der Monat August steht nun ganz unter dem Thema „Leben mit Demenz in Jülich“. Zum Abschluss der zweijährigen Förderphase veranstaltet die Stadt Jülich im Rahmen der Lokalen Allianz für Demenz den „2. Jülicher Aktionstag Demenz“ am 27. August von 10 bis 17 Uhr in der Zitadelle. Neben Informationsständen lokaler Beratungs- und Unterstützungsangebote und Institutionen der Pflege werden interessante Fachvorträge zu den Themen Recht, Pflege, Medizin, Forschung und ein buntes Rahmenprogramm angeboten. Eine Demenz-Simulation gibt den Besuchern einen Einblick in alltägliche Einschränkungen, die demenziell veränderte Menschen erleben. Für das leibliche Wohl sorgt eine Caféteria.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, für die 2. Veranstaltung dieser Art wieder sehr gute Referenten mit interessanten Vorträgen zu gewinnen“, sagt Beatrix Lenzen, Projektleiterin der Lokalen Allianz für Demenz im Amt für Familie, Generationen und Integration. Therese Schmitz, Kommunikationstrainerin, wird mit ihrem Vortrag zum wertschätzenden Umgang mit demenziell veränderten Menschen um 10.30 Uhr die Veranstaltung eröffnen. Weitere Vortragende sind unter anderem Dr. Klaus-Maria Perrar von der Alzheimer Gesellschaft, Kreis Düren, und Lotta Hülsmeier, Ärztin im DemenzNetz der Städteregion Aachen. Prof. Dieter Willbold referiert zur aktuellen Alzheimer Forschung in Jülich. Heide Lang von der Betreuungsstelle des Kreises Düren informiert zu Vollmachten, Josa Jansen-Stankewitz und Dorothe Froitzheim vom St. Elisabeth-Krankenhaus geben hilfreiche Tipps rund um das Thema „Häusliche Pflege bei Demenz“, und ein Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit wird informieren zu ausländischen Haushaltshilfen in Privathaushalten.

Ein Podiumsgespräch zum Thema „Demenzfreundliche Stadt Jülich – wie kann dies gelingen?“ mit lokalen und auswärtigen Gästen wird als letzter Programmpunkt ab 15 Uhr den Aktionstag beschließen. Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos. Für demenziell veränderte Besucherinnen und Besucher gibt es die Möglichkeit zur individuellen Betreuung durch Fachkräfte (z.B. Vorlesen, Spazierengehen).

Das Programmheft und weitere Informationen sind erhältlich im Internet unter www.juelich.de oder beim Amt für Familie, Generationen und Integration, Telefon 02461-63239 (Beatrix Lenzen), E-Mail: BLenzen@juelich.de.

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