Demenz: eine Herausforderung unserer Zeit

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Eine Begleiterscheinung der immer älter werdenden Gesellschaft: Die Krankheit Demenz haben vor allem alte Menschen. Foto: Patrick Pleul

Linnich. Einen Infoabend zum Thema Demenz mit Vorträgen und Informationsständen des Linnicher Krankenhauses und dessen Kooperationspartnern findet in der St.-Gereon Tagespflege, Mahr-straße 67, in Linnich am Donnerstag, 24. September, um 18.30 Uhr statt.

Dr. Gerhard Mertes, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin am St.-Josef-Krankenhaus Linnich, hält einen Vortrag zum Thema „Demenz, eine der großen Herausforderungen unserer Zeit“. Anschließend referiert Dr. Grit-Alexandra Böckler, Oberärztin der Inneren Medizin am St. Josef-Krankenhaus Linnich, über das „Demenzsensible St.-Josef-Krankenhaus – ein neues und notwendiges Konzept“.

An den Informationsständen der Demenzstation des Linnicher Krankenhauses (Aromapflege, Snoezelwagen, Bobath), der Familialen Pflege, des Fördervereins St. Josef-Krankenhaus, der Servicestelle Demenz der AOK Rheinland/Hamburg und des Demenz-Servicezentrums Regio Aachen/Eifel erhalten alle Interessierten weitere Informationen zum Thema.

Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet anlässlich des Welt-Alzheimertages und in Kooperation mit der Tagespflege St. Gereon, der AOK Rheinland/Hamburg und des Demenz-Servicezentrums Regio Aachen/Eifel statt.

Immer mehr Menschen erkranken an Demenz. Auch das St.-Josef-Krankenhaus in Linnich registriert die steigende Zahl der Menschen mit demenziellen Erkrankungen. Schon in 2010 stellte sich das Linnicher Krankenhaus mit räumlichen und personellen Maßnahmen auf die Bedürfnisse dieser Patientengruppe ein. Seitdem wurden im Linnicher Krankenhaus mehrere hundert Patienten mit der Nebendiagnose Demenz behandelt und betreut.

„Die Zufriedenheit unserer Patienten und deren Angehörigen bestärkt uns darin, dass wir mit unseren Aktivitäten für demente Patienten auf dem richtigen Weg sind“, so Günter Weingarten (Pflegedirektor) und Marlies Jansen (stellvertretende Pflegedirektorin).

Unter anderem sind im St. Josef-Krankenhaus spezielle Zimmer für demente Patienten eingerichtet, die farblich mit warmen Farbtönen gestaltet wurden und mit dem bedarfsgerechten Mobiliar ein wohnliches Ambiente ergeben.

So sind die Türen durch handgemalte Bilder mit einfachen Motiven gekennzeichnet, damit dem Patienten die Orientierung innerhalb der Station erleichtert wird. Handläufe bieten zusätzlichen Halt und die höhenverstellbaren Betten ermöglichen dem Patienten ein selbstständiges und sicheres Aufstehen.

Eine besondere Betreuung erfährt der Patient durch das speziell geschulte Fachpersonal. Das Team um die Demenzexpertinnen wird unterstützt von geschulten Betreuungskräften. Die Ärzteteams der Inneren Medizin und der Chirurgie sind dankbar für die besondere Betreuung.

Die Einbeziehung der Angehörigen und der Pflegeheime ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig, weil gerade diese über die Vergangenheit (Biografie) des Patienten informieren können. Das verbessert die Betreuung. Je individueller diese organisiert ist, desto wohler fühlt sich der demente Patient während des Krankenhausaufenthaltes.

Den Angehörigen von ängstlichen und unruhigen Patienten wird die Möglichkeit des „Rooming in“ angeboten. Alexander Weisser, Kaufmännischer Direktor: „Wir möchten auch in Zukunft gut auf demente Patienten eingestellt bleiben. Denn die Zahl der Patienten mit der Nebendiagnose Demenz steigt ständig weiter an.“

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