Dauerregen zieht „Zehner“-Fußballferiencamp in die Halle

Von: hfs.
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Cheforganisator Peter Kosprd (r.) feuerte mit den Kids von oben die Teams an, die angesichts der Regenfälle das Fußball-Einmaleins in der Sporthalle erlernten. Foto: hfs.

Jülich. Überrascht von den starken Regenfällen die am Dienstag über die Herzogstadt niedergehen sollen, wurden die Macher vom 12. Fußballferiencamp der Jülicher „Zehner“ nicht. „Dann greift unser Plan B“, meinten die beiden Cheforganisatoren Peter Kosprd und Hans Scheiba.

So war denn nicht das Karl-Knipprath-Stadion angesagt, sondern die Großsporthalle an der Berliner Straße sowie der Erlebnispark im Brückenkopf-Park.

„Wenn ich ehrlich bin, dann bin ich davon ausgegangen, dass heute mindestens 30 bis 40 Prozent der Kinder fehlen werden – angesichts des Wetters“, meinte Peter Kosprd mit Blick gen Himmel. Doch seine „Vorahnung“ sollte täuschen. Fast vollzählig waren die exakt 103 Kinder, die in diesem Jahr zum 12. Fußballferiencamp angemeldet worden waren, erschienen. In gelben Trikots – in Anlehnung an die Farben des brasilianischen Teams bei der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft –, bepackt mit kleinen Rucksäcken und Trinkflaschen, wurde der grüne Rasen im Stadion „getauscht“ gegen den Linoleumboden der Sporthalle an der Berliner Straße. Dort gingen dann rund 80 Kids auf Punkte- und Torejagd.

Und da nicht alle gleichzeitig den Ball in des Gegners Tor befördern konnten, fungierten die anderen als Zuschauer. „Aber aufmerksam“, wie Peter Kosprd feststellte mit Blick auf die Aktionen, die nicht selten von Missfallensbekundungen begleitet wurden, „wenn denn der Ball nicht genau gespielt wurde“. So kamen die fußballbegeisterten Kinder und Jugendlichen mächtig ins Schwitzen. „Mann, das ist auch noch anstrengender als in den vergangenen Tagen“, meinte Robby, der am Eröffnungstag im Stadion des SC Jülich 1910/97 mit allen Teilnehmern zuerst einmal mit den Spielregeln des fünftägigen Camps vertraut gemacht wurde.

Gespannt erwartete er, ob er der Gruppe des FC Barcelona, der Münchener Bayern, des 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen oder Borussia Dortmund zugeteilt würde. Als er dann sein Barca-Trikot in Händen hielt, strahlte er und konnte es gar nicht erwarten, gegen den Ball zu treten.

Zuvor dankte Michael Lingnau als Vorsitzender der „Zehner“ allen Eltern für die Anmeldung, richtete ein besonderes Dankeschön an die Sponsoren, ohne die die 12. Neuauflage nicht funktioniert hätte. Elmar Fuchs freute sich, dass ihm die Schirmherrschaft angetragen worden war, und versprach, vorbei zu schauen, aber auch aktiv zu werden. So wird er morgen Nachmittag persönlich eine Zitadellenführung leiten, die Kinder mit Jülichs Geschichte vertraut machen. Dann dürften auch jene Kids aufmerksam zuhören, die zum Beispiel aus Amsterdam, Alsdorf oder Heinsberg und Geilenkirchen kommen. „Denn Geschichten interessieren immer wieder“, meinte Kosprd, der nur hofft, dass die Kinder beim Mittagstisch „nicht so zuschlagen wie am ersten Tag.“ Denn da gab es von der örtliche Metzgerei Schepanski eine Lasagne, „die ich so noch nie gegessen habe“, verriet Hans Scheiba. Damit auch die muslimischen Kinder zugreifen durften, gab es die mit Gemüse oder Rindfleisch gefüllt. „Und danach waren alle ein bisschen träge“, lachte Peter Kosprd, der weiß, dass in puncto Essenfassen in den kommenden Tagen keinerlei Klagen zu erwarten sind.

Den Abschluss bildet am Freitag ein Spieletag mit den Eltern und um 18 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Stadion, bei dem auch die Preisvergabe einer Wissensrallye und des Fußballturniers vonstatten geht.

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