Das tut Kindern wie Müttern gut

Von: Dorothée Schenk
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Spaß auf dem Spielplatz: Einmal in der Woche ist für das „Trio” Leonorea, Lauretta und Helga Weisweiler (v.l.) Familienpatenzeit. Foto: Schenk

Jülich. Keine Zeit neben den Pflichten - nicht für sich selbst, noch für und mit den Kindern? Durch Umzug ist der Anschluss an die „Familie” schwierig? Die Großeltern weit weg?

Der Partner muss beruflich viel unterwegs sein oder lebt getrennt, so dass „alleinerziehend” das passende Adjektiv ist? Lebenssituationen, in den Familienpaten des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) unterstützen können. Denn das tut Kindern und Müttern gut.

Ein Beispiel: Als Patin ist seit rund neun Monaten Helga Weisweiler aus Inden für Leonora (8) und Lauretta (7) im Einsatz. Die Schwestern leben mit Mutter und Bruder zusammen in Düren und wünschten sich über den familiären Rahmen hinaus Aktivitäten. „Und ich wollte einmal in der Woche meine Freizeit sinnvoll verbringen” schmunzelt Helga Weisweiler, Mutter von drei erwachsenen Söhnen.

Seither ist das „Trio” wöchentlich unterwegs zum Schwimmen, Spielplatz, Besuch des Brückenkopf-Parks, Indemanns oder genießen den Familienanschluss bei Weisweilers in Inden. „Die Oma wird immer besucht!”, erzählt die Patin. Ein Renner ist auch das gemeinsame Ernten von Kirschen oder Erdbeeren - für die Stadtkinder etwas ganz besonderes. „Ich habe Glück gehabt”, sagt Helga Weisweiler.

Keine Erziehungsbeauftragte

Wer sich auf eine Patenschaft einlässt, berichtet die Indenerin aus Erfahrung, geht eine Beziehung, eine Bindung ein. Die Kinder freuen sich auf die Begegnung und erwarten - wie deren Mutter auch - Regelmäßigkeit und Verlässlichkeit. Keineswegs ist dieses Amt das einer „Erziehungsbeauftragten”. Unbedingtes Muss ist daher Toleranz und Akzeptanz gegenüber den bestehenden Familienstrukturen, auch wenn man nicht immer einer Meinung sein muss. Dabei kommt es natürlich auch schon mal zu Frustration. Um diese abzubauen und die Sachkenntnis zu erweitern, gibt es alle zwei Monate ein Patentreffen.

Was seit über zwei Jahre in Düren bewährte Praxis ist, soll jetzt auch im Jülicher Land etabliert werden. Seit einigen Monaten meldeten sich immer mehr Familien, die sich eine Patenschaft wünschen. Der SkF Jülich als örtlicher Akteur der Jugendhilfe mit dem Familienpaten-erfahrenen SkF Düren an der Seite, der Caritasverband im Projekt „Frühe Hilfen” und der Freiwilligenvermittlung in Jülich werden diese Patenschaften künftig betreuen. Sowohl interessierte Familien als auch interessierte Paten können sich noch melden.

Informationsabend steigt am Donnerstag

Ein Informationsabend zu „Familienpatenschaften” findet in Jülich am Donnerstag, 30. Juni, ab 18.30 Uhr in der Merkatorstraße 31 statt. Kontakt und Koordination: Vera Mergenschröer, E-Mail an mergenschroeer@skf-dueren.de oder Tel.: 02421/953812

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