Jülicher Land - Das tierische Fest im Jülicher Land

Das tierische Fest im Jülicher Land

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
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„Der Hund muss noch was zu Weihnachten kriegen“: Ein „Muttkrat aus Plüsch“ als Spielgefährte für Roxy aus Jülich. Foto: Jansen/Picturepeople
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Silvia Schleuter mit dem Katzen-Adventskalender. Die Variante für Hunde ist längst vergriffen. Foto: Wolters
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Für die Vogelweihnacht: Patrick Enger aus der Jülicher Bird-Box mit einer Pick-Ampel, die mit farbigen Körnern bestückt ist. Fotos (2): Wolters Foto: Wolters

Jülicher Land. Das Verhältnis von Mensch zu Haustier ist in der Regel ein besonderes, was sich auch und vor allem an Weihnachten manifestiert, wenn die Festtagsfreude gerne mit dem fellbewährten oder gefiederten Hausgenossen geteilt wird. „Hund und Katze werden am meisten beschenkt“, weiß Andrea Wirtz vom Garten- und Zoocenter Mack in Jülich, wobei der beste Freund des Menschen meist noch eine Spur besser abschneide.

Da die Vierbeiner bekanntlich keine Wunschzettel schreiben, setzen Frau- und Herrchen auf Bewährtes: Leckerchen für die Kreatur, wenn im Wohnzimmer der Festtagsbraten serviert wird, und auf dem Gabentisch oder unterm Baum liegt vielleicht ein kleines Spielzeug, damit Bello, Mieze oder Hamster, Maus, Kaninchen & Co. nicht leer ausgehen.

„Der Hund muss noch etwas zu Weihnachten kriegen“, hat Andrea Wirtz zuletzt häufiger gehört, wobei es sogar schon Adventskalender speziell für Hunde und Katzen gibt. Hinter jedem Türchen warten kleine Verwöhn-Häppchen auf die Schützlinge, die rasch lernen, dass dieser Kalender ihr ureigenes Ding ist. „Die Erwachsenen beschenken sich mit Winterfutter für die Vögel“, sei ein weiterer Trend, „Hauptsache, es wird an die Natur gedacht“.

Seit 15 Jahren hat sich Patrick Enger auf Vogel- und Nagerzubehör spezialisiert und vor zwei Jahren seine Bird-Box im Jülicher Heckfeld eröffnet. Holzrollen mit getrocknetem Obst, Pinienzapfen mit Körnern oder Aktivteppiche mit eingearbeiteten Leckereien für Nager sind Mischungen aus Spielzeug und Futter, die zu den Festtagen besonders gut ankommen. Zudem werden den gefiederten Freunden Zubehörteile für Spiel- oder Schlafplätze in die Käfige gestellt. Enger betreut neben Tierfreunden aus der Umgebung mit seinem Online-Shop Kunden weltweit. Als Festtagshappen für Vögel und Nager stehen hier beispielsweise Mehlwürmer auf dem Speiseplan, die Enger ganzjährig bei QB Insects in Linnich bezieht.

Erlös geht ans Tierheim

In der Jülicher Filiale des bundesweiten Riesen Fressnapf steht eine Weihnachtsedition mit Futter für Hund und Katze in den Regalen. Zudem werden für die Festtage Weihnachtsteller zusammengestellt. Der Erlös einer vorweihnachtlichen Spenden-Aktion kommt dem Tierheim in Düren zugute, mit dem die Filialen in Jülich, Niederzier und Düren zusammenarbeiten, wie Jacqueline Tirtey verrät.

Den Menschen, die sich das Futtergeld für ihr Haustier buchstäblich vom Mund absparen müssen, fühlt sich Irene Launer-Hill vom Verein Soziale Arbeit für Mensch und Tier (SAMT) verpflichtet, der eine Art „Tafel für Tiere“ anbietet. „Damit bleibt mehr Geld für Partner oder Kinder“, betont Launer-Hill den weihnachtlichen Aspekt der Futterspenden an Bedürftige. Zwar hat der Verein am Freitag das letzte Tier im laufenden Jahr vermittelt, doch Tiere als Weihnachtsgeschenk mit womöglich kurzer Verweildauer lehnt sie ab.

Andererseits hat sie Verständnis für Leute, die aus Liebe zum Tier Fehler machen. „Auch ich habe mir schon Dickerchen herangezogen“, meint sie damit ungesunde oder schlicht falsche Geschenke fürs Tier, das statt eines preiswerten Plastikbällchens vielleicht besser einen artgerechten Kratzbaum brauche, für den aber das Geld nicht reiche. Doch es gibt auch preisgünstige Alternativen: „Wir backen tatsächlich Hundekuchen und -plätzchen“, sagt Launer-Hill, die für die tierische Weihnachtsbäckerei den Teig mit Knochenförmchen aussticht.

Silvia Schleuter, die Anfang November den Fachmarkt „Der Tierfreund“ in Aldenhoven übernommen hat, bot zuletzt eine Fotoaktion mit Tieren und Kindern an, die etliche Weihnachtsgeschenke ergab, an denen sich künftig Oma, Opa, Onkel oder Tante erfreuen dürfen. Für die Darsteller steht ein breites Sortiment neuer Leinen, Geschirre und Kratzbäumen bereit, „denn zu Weihnachten gönnt man sich und dem Tier ja was“.

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