Müntz - Das „Still & leise“-Konzert ist längst kein Geheimtipp mehr

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Das „Still & leise“-Konzert ist längst kein Geheimtipp mehr

Von: ptj
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Begeistern zum vierten Mal infolge das Müntzer Publikum: Claudia Breuer und Holger Forst als „Da capo al fine“. Foto: Jagodzinska
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„Voice of Germany“-Kandidat Can Yalin, hier mit Newcomerin Luka Schütte, machte spontan mit beim „Still & leise. Foto: Jagodzinska

Müntz. Stark und gefühlvoll erklangen Stimmen und Musikinstrumente in einzigartigen Arrangements in der voll besetzten Müntzer Bürgerhalle. Anlass war die fünfte Auflage der beliebten Akustikkonzertreihe „Still & leise“.

Längst hat sich das Konzept von Steffi Notthoff, Inhaberin der Müntzer „Agentur 85“ etabliert, das kurz vor Weihnachten vor allem den Verzicht auf die übliche starke elektronische Bearbeitung der Hits aus dem ablaufenden Jahr meint. Charakteristisch für „Still & leise“ ist ferner eine gute Prise Spontaneität und Humor.

Recht spontan hatte sich die Eschweiler Sängerin Carlotta Binkowski, die „mal Spanisch in der Schule hatte“, bereit erklärt, als Eisbrecherin zur Gitarrenbegleitung von Tim Löhr den Sommerhit „Despacito“ in Originalsprache zu singen, was ihr klasse gelang. Sie fügte sogar noch eine Strophe in Deutsch hinzu, zugeschnitten auf die Jubiläumsveranstaltung „ganz ohne so viel Elektro und Bambam“. Überzeugend klang unter anderem auch „Hit the Ground Running“ von Alice Merton.

Spontanster Teilnehmer war zweifelsohne „The Voice of Germany“-Star Can Yalin, der sein Repertoire nach eigenem Bekunden erst am Konzerttag zusammengestellt hatte und einen tollen Auftritt auf die Bühnenbretter legte. Mit der Gitarre begleitete er sich etwa zu „Son of the Times“ von Harry Styles, am Klavier nahm er zu „You Are the Reason“ von Calcum Scott Platz.

Als Überraschungsbonbon stieg die erst 15-jährige Sängerin Luka Schütte aus Ameln auf die Bühne und sang mit ihrer wundervollen Stimme „Burning“ von Sam Smith, einfühlsam von Yalin am Klavier begleitet. Auf wiederholten Zuschauerwunsch begeisterte Yalin sogar aus dem Stegreif mit einem Stück, das keinesfalls zu den Hits 2017 zählte, nämlich „Purple Rain“ von Prince aus 1984.

Deutsche Stücke

Zum vierten Mal dabei war das Duo „Da capo al fine“ mit der voluminösen Stimme der temperamentvollen Claudia Breuer und dem schüchternen Holger Forst, der so rhythmisch-wild Gitarre spielt. Zum gelungenen Repertoire zählten die ersten deutschen Stücke des Abends, darunter „Ist da jemand“ von Adel Tawil. Ein „besonderer Wunsch“ der Gitarristen-Tochter Luisa Forst brachte mächtig Stimmung in den Saal, „San Francisco Nights“ von Philipp Poisel. Das Duo hatte auch ein „ganz altes Stück, aber neu aufgemacht“ im Gepäck, nämlich „Your Song“ von Joseph Vincent.

Im fünften Jahr dabei und damit „Gründungsmitglied“ ist die Gruppe „Palemy“, die viele Genres und Instrumente bedient, covert und eigene Stücke schreibt. Das einstige Trio stieg als Quartett auf die Bühne mit Gitarren, Geige und Percussion, wobei ein Samsonite-Koffer als Basedrum diente, und gab sich besonders peppig. „I Feel It Still“ lebte von Basslauf und Schlagzeug. „There‘s Nothing Holding Me Back“ ertönte im Samba-Rhythmus, in „A Galway Girl“ dominierte der irische Fiddlesound.

Seit ihrer Deep-House-Version des Songs „Chasing Cars“ 2016, nämlich „Danky & Brain feat“ in den Charts, ist Sängerin und Gitarristin Jenny Joao bereits ein Star. Mit ihrer Loop-Station legte sie einen super Auftritt hin, obwohl sie am Morgen noch heiser war. Auf ihren eigenen Song verzichtete sie, sang und spielte dafür aber etwa „How Long“ von Charlie Puth und „New Rules“ von Dua Lipa.

Der fulminante Schluss kam wieder dem Allroundtalent und Gitarristen Bernhard Gerards aus Linnich vorbehalten, der im Trio mit Sängerin Krystina Winkels und Pianist Jonas Zerweck das ganze beeindruckende Spektrum seiner Musikalität demonstrierte mit Stücken wie „Shape Of You“ von Ed Sheeran oder „No Roots“ von Alice Merton.

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