Jülich - Das Stammhaus liefert gedruckte Inklusionsideen

Das Stammhaus liefert gedruckte Inklusionsideen

Von: Daniela Mengel-Driefert
Letzte Aktualisierung:
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Die Stammhaus Nachrichten liefern viele Informationen zum Themenbereich der Inklusion.

Jülich. Alle reden über Inklusion. Doch wer redet mit Menschen mit Behinderung darüber? Dezernentin Katarina Esser und Bürgermeister Heinrich Stommel beantworteten jüngst den Mitgliedern der Stammhaus-Redaktion Fragen zur Inklusion.

Sie sprachen über die ersten umgesetzten Maßnahmen, was noch verbessert werden könnte, welchen persönlichen Bezug sie zu Menschen mit Handicap haben. Nachzulesen sind ihre Antworten in den Stammhaus Nachrichten. Die Zeitschrift wird von Stammhaus-Bewohnern herausgegeben, einem Haus, in dem 22 Erwachsene mit Handicap leben. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift widmet sich dem Schwerpunkt-Thema: Inklusion mit uns – in Jülich.

Mit der themenbezogenen Ausgabe möchten die Redaktionsmitglieder ein Zeichen setzen und den gesellschaftlichen Wandel vorantreiben, aufzeigen, wo Inklusion schon heute erfolgreich umgesetzt wird.

In kurzen Texten stellen die Redaktionsmitglieder ihre Lieblingsorte, also inklusive Orte, in Jülich vor. Sie beschreiben, wo sie am liebsten Waffeln essen, wo es sich nett entspannen lässt, sie gerne ihre Freizeit verbringen. In der Zeitschrift werden Vereine oder Beratungsstellen vorgestellt, die Aktion Lebensfreude oder KoKoBe, eine Beratungsstelle für Menschen mit geistigem Handicap.

Reportagen erzählen vom Alltagsleben der Bewohner des Stammhauses, Ausflügen und Urlauben.

Die Idee, eine Zeitschrift von Menschen mit Handicap herauszugeben, ist schon ein paar Jahre alt. Erstmalig entstand sie 2001. Christoph Beckers, Chefredakteur der Stammhaus Nachrichten, sagt: „Damals trafen wir uns mit einer Gruppe von Leuten und wollten ein Sprachrohr für Menschen mit Behinderung gestalten“. Heute erscheinen die Stammhaus Nachrichten zweimal jährlich. Die Kosten werden über Anzeigen finanziert. Wer von den Stammhaus-Redakteuren nicht schreiben oder lesen kann, textet mündlich.

Eine Hilfe überträgt die Worte in die Schriftsprache. Ist ein Heft erschienen, seien alle sehr stolz, sagt Beckers. „Das ist für mich der Arbeitslohn“. Die Zeitschrift ist für eine Druckkostenspende von 2,50€ im Stammhaus, Backhausen Bürotechnik und in der Kaffeerösterei Hofmann zu beziehen.

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