Das rasche Wachstum der Jülicher Jusos

Von: Kr.
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Ein neuer erweiterter Vorstand der Jusos will sich noch mehr in die Kommunalpolitik in Jülich einmischen. Foto: Kròl

Jülich. Der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe, konkrete Themen, an denen sie zum Wohle der Stadt Jülich arbeiten wollen und ein gesundes Selbstvertrauen, so findet der Vorsitzendes des SPD-Ortsvereins, Marco Maria Emunds, zeichnen die Jusos Jülich aus.

Deshalb ist es ihm auch um die Zukunft der SPD in Jülich nicht bange, erklärte er bei der Mitgliederversammlung der Jusos im Jülicher SPD Büro.

Eine aktive Gruppe hat sich um den Vorsitzenden der Jusos, David Merz, seinem Stellvertreter Mike Knöll und Schriftführer Florian Holländer geschart. Im November 2014 hatten sie ihre Ämter übernommen und damit begonnen, die Jülicher Jusos wiederzubeleben. Aktionen gegen rechts, in dem sie in der Stadt Schmierereien und Aufkleber der Nazis entfernten, Spendensammlungen für Flüchtlinge und die Beschäftigung mit Themen zur Jugendfreizeitgestaltung haben dazu geführt, dass sie auf sich aufmerksam machten. Diese Aktionen schlagen sich dann auch in steigenden Mitgliederzahlen nieder. Waren es im Jahre 2013 noch 19 Mitglieder so zählen die Jusos heute 29, wovon sich zwölf sehr aktiv einbringen. Außerdem waren noch eine Reihe von jungen Leuten zur Versammlung gekommen, die sich über die politische Arbeit informieren wollten.

Diese Zahlen führten dann auch zur vorgezogenen Mitgliederversammlung, in deren Mittelpunkt Neuwahlen und eine Erweiterung des Vorstandes standen. Nur drei Leute schaffen die Arbeit nicht mehr alleine. Deshalb wurde der geschäftsführende Vorstand um zwei Mitglieder erweitert. Fortan stehen David Merz, der einstimmig wiedergewählt wurde, mit Sara Maria Unverzagt und Ellen Glasenapp zwei Stellvertreter zur Seite. In seinem Amt als Geschäftsführer wurde Mike Knöll einstimmig bestätigt und zur Schriftführerin wurde Kalea Haunschild gewählt. Außerdem wurde der Vorstand um fünf Beisitzer erweitert. Gewählt wurden Tobias Rau, Franziska Richter, Tobias Merz, Lena Hirtz und Florian Holländer.

Wie ernst die Jusos ihre politische Arbeit nehmen, wurde auch deutlich an dem stattlichen Antragskatalog zu unterschiedlichen Themen, über den es abzustimmen galt. Sachlich und diszipliniert verliefen diese Abstimmung und die Diskussionen zu den Themen. So wurde beschlossen, ein Arbeitspapier zu erstellen, das sich mit der Jugendarbeit in Jülich beschäftigen soll. Es soll im September vorgestellt werden. Weiterhin soll ein Antrag an die SPD-Mitgliederversammlung weitergeleitet werden, in dem angeregt wird, sich offen mit der Situation der Bürgerhallen auseinanderzusetzen. Es soll eine Diskussionsgrundlage geschaffen werden, die sich mit der Tolerierung von Cannabis beschäftigt. Weitere Anträge, die verabschiedet wurden, befassen sich mit der Schaffung einer Stelle in der Jülicher Verwaltung für Fördergelder sowie das Reduzieren von Plakaten im Wahlkampf.

In Fraktionsarbeit einbringen

Wichtig war den Jülicher Jusos außerdem ein Antrag zur Umsetzung eines vom Land NRW geförderten Schulprogramms zur LGBTITQ-Aufklärung, sprich Aufklärung zur Lesben, Schwulen, Bi und Transsexuellen Aufklärung. Abgelehnt wurde der Antrag zur Neustrukturierung des Jugendparlaments. Dies, so erklärte Emunds, falle nicht in die Kompetenz der Jusos und lediglich durch Mitglieder, die sowohl den Jusos als auch dem Parlament angehören, könne auf eine Neustrukturierung hingearbeitet werden. Beeindruckt von der Arbeit der Jusos zeigte sich auch der Fraktionsvorsitzende der SPD, Harald Garding.

Er lud die jungen Leute ein, bei den Fraktionssitzungen vorbeizuschauen und sich als stellvertretende sachkundige Bürger in die Fraktionsarbeit einzubringen. Über die lebendige politische Arbeit freute sich auch Fred Schüller von der SPD Titz. Er ist dabei, in seiner Kommune die Jusos wieder zu beleben und regte eine Kooperation zwischen Jülich und Titz an.

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