Jülich - Das musikalische Menü ist angerichtet

Das musikalische Menü ist angerichtet

Von: Kr.
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„Die diesjährige Zitadellen-Jazznacht kann sich wieder sehen lassen”: So freut sich Dr. Werner Kremers, der Vorsitzende des Jazzclub Jülich, der zum ersten Mal für eine Jazznacht mitverantwortlich zeichnet.

Jülich. Die 14. Jülicher Zitadellen Jazznacht wirft ihre Schatten voraus. Das musikalische Menü ist angerichtet und am Samstag, 29. Mai, ab 19 Uhr lässt der Jazz die ehrwürdigen Festungsmauern wieder wackeln.

„Ich weiß auch, dass wir nicht Leverkusen oder Düren sind. Ich glaube aber, dass wir mit unseren ehrenamtlichen Aktivitäten auch in diesem Jahr etwas zaubern, das sich sehen lassen kann. Hinzu kommt, dass die Jazznacht die Zitadelle hat und sie ist gerade für solche Veranstaltungen ein wahres Juwel. Das gibt es sonst nirgendwo”, sagt Dr. Werner Kremers, der Vorsitzende des Jazzclub Jülich, der zum ersten Mal für eine Jazznacht mitverantwortlich zeichnet.

Der Jazzclub greift auf seine bewährten Zutaten zurück: Zehn hochklassige Bands aus der Region werden an vier verschiedenen Orten auftreten. Vielseitigkeit ist Trumpf im Konzept, in dem in den verschiedenen Veranstaltungsräumen drei Schwerpunkte gesetzt werden.

Das PZ soll ein Ort der Geselligkeit sein mit einem Touch Kneipenatmosphäre. Dort steht rhythmische Musik im Vordergrund. Mit dem Jörg Hegemann Boogie Trio hält der Boogie Woogie, die heißeste Musik, die man auf einem Klavier darbieten kann, ihren Einzug. Jörg Hegemann ist kein Unbekannter in Jülich. Er bringt mit seinem Wahnsinnsspiel die Tasten zum glühen und gibt den Auftakt im PZ.

Eine Dame, neun Herren und jede Menge Jazz - das verspricht die die Hot Jazz GmbH aus Bonn. Ihre musikalische Zeitmaschine drehen sie in die 50er Jahre zurück mit Klängen von Duke Ellington, Blues, Swing und Dixie sowie Schlager und Rock.

Ähnlich gut aufgestellt ist die Formation „La Marche”, die mit frisch fröhlicher Tanzmusik aus Klezmer, Ska, Reggae und französischen Chansons das gute Laune-Barometer hochhalten wird.

Die leiseren, klaren aber nicht weniger intensiven Töne werden in der Schlosskapelle mit ihrer einzigartigen Akustik erklingen. Das bewusste Zuhören steht hier im Mittelpunkt. Die Klangfahrer, ein Jazzquartett um den Aachener Schlagzeuger Gerd Breuer, sind da genau das Richtige. Sie durchsetzten zeitgenössischen Jazz mit Zutaten aus der europäischen und außereuropäischen Musik, die nach allen Seiten offen ist.

Etwas ganz Besonderes bietet Sven Molder, der wenn es klappt, im letzten Teil seiner Darbietung in der völlig abgedunkelten Schlosskapelle spielen wird, um den akustischen Eindruck seines Didgeridoo Spiel zu intensivieren. Das Didgeridoo stammt ursprünglich aus dem Norden Australiens. Es gilt als eines der ältesten Blasinstrumente der Welt und Molders ureigene Spielweise lehnt eng an die der australischen Ureinwohner an.

Auf hohem musikalischem Niveau stehend, schließt sich Jazzsängerin Melanie Wainwright, begleitet vom Gitarristen Thomas Nordhausen an. Auf ihrem Ausflug zwischen Tradition und Moderne streifen sie durch die Gefilde von Swing, Blues, Orientsounds, und Bossa.

Als dritter Schwerpunkt schließt sich das „kultige” Pulvermagazin an, das in den letzten beiden Jahren voll eingeschlagen hat. In diesem kleinen Schmuckkästchen erlebt man die Musik hautnah. Hier sind zu Beginn der Bassist Adrian Maruszcyk und der Perkussionist Matthias Philipzen, bekannt von „Gadu Gadu” zu hören. Sie erweitern die Möglichkeiten ihrer Instrumente in ungeahnte Dimensionen. Ein immer wieder gern gehörter Gast in Jülich ist der Gitarrist Ali Claudi, der mit seiner Band The Groove auf den Pfaden des Souljazz, Rhythm&Blues und Funk wandelt. Ali Claudi, Jahrgang 1942, ist seit Jahrzehnten eine feste Größe auf deutschen Jazzbühnen, überzeugt mit seinem unverwechselbaren klarem Sound.

Zum Schluss gibt es noch ein ganz besonders Highlight: Das Kölner Orgeltrio Swinger Club, das auch in Jülich durch seine jazzigen und originellen Stücke aufhorchen ließ, spielt die Carmina Burana auf der Jülicher Zitadellen-Jazznacht. „Ein genialer Pop-Klassik-Cross-Over” schrieb die FAZ. Auf keiner Jazznacht darf der Blues fehlen, wenn man die vielen Stufen des Museumskellers hinab geht, erwartet den Zuhörer der heiße Rhythmus von Black Heat um Frontman Peter Kullen, mit im Quartett ist der Jülicher Bassist Olaf Buttler.

Es gibt also gute Musik bis das der Arzt kommt. Der ist allerdings schon da und rät nicht nur seinen Patienten, als Ausgleich für die Seele Musik zu genießen.

Bevor die ersten Akkorde ertönen findet von 18 bis 19 Uhr eine Wanderung durch die Zitadelle mit dem Museumsleiter Marcell Perse statt.

Karten (20/17 Euro ermäßigt) sind ab sofort in folgenden Vorverkaufstellen in Jülich erhältlich: Ärtzehaus an der Rur, Linnicher Str.19, Geschmackskanzlei, Düsseldorfer Str. 14, Musikstudio Comuth, Große Rurstr. 15, Cortés Gastronomie, Poststr. 1, Galeria Juliacum.
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