Das Leben des Essad Bey in der Literarischen Vesper

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Jülich. Der Amerikaner Tom Reiss wendet sich einem außerordentlichen Leben zu, indem er Essad Bey, Kurban Said, Esad Bej oder Qûrbân Saîd beschreibt. Hinter diesen Namen, die nicht alle Pseudonyme sind, verbirgt sich der 1905 in Baku geborene Lev Nussimbaum.

„Vater: Ölmillionär. Mutter: radikale Revolutionärin. So begann mein Dasein“, schreibt Essad Bey selber. Es sollte ein Leben voller Spannungen und unerwarteter Wendungen werden, das den jungen Juden Lev Nussimbaum in den Jahren der russischen Revolution über Zentralasien, Persien und die Türkei schließlich bis ins Berlin der Wilden 20er Jahre führte. Dort machte er sich, inzwischen zum Islam konvertiert, als Essad Bey (alias Kurban Said) einen Namen als international anerkannter Autor.

Nach einem Intermezzo in New York zog er nach Wien, floh aber bald vor den Nazis nach Italien. Bis heute werden seine Werke gelesen.

Der Vortrag beleuchtet die Person und geht auf die Fragen ein, wie es zu seinem Übertritt vom Judentum zum Islam kam, wie er lebte, forschte, liebte und reiste und welche Freunde er hatte.

Schließlich wird der Referent Markus Melchers mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Frage nachgehen: Was können wir aus dem ungewöhnlichen Lebenslauf dieses ungewöhnlichen Menschen über Religionen, Politik und Toleranz in den arabisch geprägten Ländern lernen? Der Bonner Philosoph Markus Melchers, in Jülich, Düren und Heinsberg durch seine Seminararbeit und Philosophischen Cafés bekannt, ist begeistert von diesem Werk.

Die Literarische Vesper der Evangelischen Erwachsenenbildung findet im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30 in Jülich am Mittwoch, 30. November von 17 bis 19.45 Uhr statt. In der Pause wird eine Vespermahlzeit gereicht. Eingeladen sind alle Interessierten. Wer daran teilnehmen möchte, ist gebeten sich anzumelden unter Telefon 02461-9966-0 oder per E-Mail an eeb@kkrjuelich.de.

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