Das lange Warten der Moschee-Gemeinde auf die Baugenehmigung

Von: Adi Zantis
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Auch für die Kinder und Jugendlichen ist der „Tag der offenen Tür“ beim Türkischen Kulturverein Aldenhoven ein Fest der Begegnung. Mit dabei Imam Ali Jyener (links) und Vorsitzender Rahmi Demirtas. Foto: Zantis

Aldenhoven. Wohl zum letzten Mal, so hieß es vergangenes Jahr, habe sich die Aldenhovener Gemeinschaft im Türkisch-Islamischen Kulturverein zum Tag der offenen Tür im alten Moscheegelände getroffen. Doch die Hoffnung auf eine Baugenehmigung für die neue Moschee hat sich bis dato nicht erfüllt.

Obwohl sich für das zweitägige Kulturfest am Wochenende wiederum die ganze Moschee-Gemeinde mit vielen Gästen im gesamten Gelände eingefunden hatte, wurde das bunte Fest von der noch immer nicht erteilten Genehmigung für den Neubau überschattet.

Wie der seit 2008 amtierende und für drei weitere Jahre bestätigte Vorsitzende Rahmi Demirtas mitteilte, richtet sich jetzt die Hoffnung für die notwendige Baugenehmigung auf einen Zeitraum noch vor den Sommerferien und einer Fertigstellung des Gebäudes für das Ende des Jahres 2017. „Für Aldenhoven ist der Bestand einer Moschee nicht neu“, so bekräftigte es der Vorsitzende.

„Es wird lediglich ein neues Gebäude an gleicher Stelle verwirklicht. Wir bleiben mit dem Neubau in den derzeitigen Grenzen und nutzen hierzu die gleiche Fläche.“ Bezüglich Parkplatzproblemen in der angrenzenden Gartenstraße verweist der Vorsitzende auf einen geplanten Parkplatz, der auf einer Grünfläche am Moscheegelände entstehen soll. „Der Parkplatz im Eigentum des Kulturvereins soll“, so die verbindliche Zusage, „auch für Anwohner der Gartenstraße kostenlos zur Verfügung gestellt werden.“

Repräsentant von 1000 Türken

Als eine Gemeinschaft, die 1979 gegründet wurde, repräsentiert der Islamische Kulturverein derzeit in Aldenhoven mit ca. 1000 türkischen Einwohnern einen Bevölkerungsanteil von acht Prozent. In dieser Konstellation sprach Demirtas auch „von vielen Einschränkungen im alten Gebäude“: Religiöse Feste gingen verloren und könnten im erforderlichen Maße nicht mehr gefeiert werden. Hinzu kommen noch die Familienfeiern. Zudem fehlten geeignete Sozialräume besonders für Kinder und Jugendliche.

„An gleicher Stelle in anderer Gestalt kann“, nach seiner Feststellung, „ein neues Gebäude in keiner Weise einen Anstoß darstellen.“ Deshalb werde die Moschee-Gemeinde um Aufklärung bemühen und auf die Bevölkerung in Aldenhoven zugehen. Im Zuge der Bemühungen um die ausstehende Baugenehmigung verwies Demirtas auf eine persönliche Kontaktaufnahme beim zuständigen Kreisbauamt in Düren, wo bereits erste Schritte für eine Planvorlage erörtert wurden. „Hierzu fehlt aber als letztendlich entscheidende Zusage für die Baugenehmigung ein Ratsbeschluss der Gemeinde Aldenhoven.“

Auch mit der eingeschränkten Bewegungsfreiheit im Moscheegelände war das Rahmenprogramm des Kulturfestes im Miterleben der türkischen Volkstümlichkeit mit Tanz- und Gesangsbeiträgen, mit festlich gedeckten Tischen und türkischen Spezialtäten sowie dem begehrten Kuchenangebot reichlich ausgefüllt. Hierzu hatten sich vornehmlich die eifrigen Helferinnen der türkischen Frauengemeinschaft besonders engagiert.

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