Inden-Altdorf - Das Kölschrepertoire bringt Stimmung

Das Kölschrepertoire bringt Stimmung

Von: ptj
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Der gastgebende Männergesang
Der gastgebende Männergesangsverein aus Altdorf überrascht mit besonders kontrastreichem Foto: Jagodzinska

Inden-Altdorf. Soli und Duette aus Oper und Operette waren Höhepunkte des besonders kontrastreichen Chorkonzerts des Männergesangvereins (MGV) 1863 Altdorf.

Sogar eine Zugabe mitten im Konzert forderte das Publikum in der voll besetzten Bürgerhalle nach Beendigung des „Professoren-Duetts” aus der Operette „Der Vogelhändler” von Carl Zeller ein, in Vollendung zu Gehör gebracht von den „Collega” Frank Grobusch (Tenor) und Willi Franken (Bariton). Ersterer ist Leiter des gastgebenden MGV und des überwiegend weiblich besetzten Gastchors „More than Gospel”. Letzterer war jahrzehntelang sein Vorgänger im MGV. Noch heute bereichert er mit seiner nicht müde werdenden Stimme den Chorgesang.

Beide brillierten auch als Solisten, Grobusch sogar im Duett mit Michaela Dennhoven aus dem Gospelchor in „Bei Männern, welche Liebe fühlen” aus Mozarts Zauberflöte. Dennhovens tolle Sopranstimme ist sogar koloraturfähig, will heißen, sie leistet eine schnelle Abfolge von Tönen mit kurzen Notenwerten gleicher Länge.

Hörenswert war ebenfalls das Duett Dennhoven mit der Altstimme von Anja Lettmayer-Lotz in „Abends will ich schlafen gehen” aus Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel”. Eine beeindruckende Leistung im „Pop”-Kontrastprogramm war das Solo von Lea Krings mit einer ungewöhnlich voluminösen Altstimme in „Geboren um zu leben” von „Unheilig”.

Hinter all den professionellen Solostimmen traten die Chöre schon fast ein wenig in den Hintergrund, die allerdings auch in Gesamtformationen eine klasse Leistung erbrachten. „Klimmzugstücke”, wie Gesamtleiter Grobusch es formulierte, waren beim MGV der „Abendhimmel” von Bruckner, beim erst sechs Jahre alten Dürener „More than Gospel”-Chor war es „Your Song” vom „Ausnahmekünstler” Sir Elton John. Beide Stücke gelangen wie das übrige Repertoire tadellos.

In der ersten Konzerthälfte, eingeläutet vom Festgesang „Musik du heilige Kunst” von Christian Siegler, brachte der Männerchor vor allem klassisches Liedgut bis hin zum Opernrepertoire zu Gehör.

Im zweiten lockereren Teil war Kölschrepertoire angesagt: „Wat hann mer eijentlich zo verliere, Elly” von den Paveiern oder „Alte Liebe” von Marita Köllner brachten richtig Stimmung in den Saal. Wie der Name schon sagt, haben „More than Gospel” nicht nur den ursprünglich volkstümlich-religiösen Gesang der nordamerikanischen Schwarzen im Programm: Klassisch eingeläutet mit „Down by the riverside” mit entsprechend rhythmischen Bewegungen, fühlt sich der Zwei-Generationen-Chor auch im Pop zu Hause.

So ist sein „Leib- und Magenstück”, mit dem er sogar die Osternacht in der Kirche bereicherte „Can you feel the love tonight” von Elton John, das auch in der Bürgerhalle donnernden Applaus erntete. Zum stimmungsvollen Abschied sangen alle gemeinsam „Minsche wie mir” von den Höhern.
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