Das Jülicher Land freut sich auf die Tour de France

Von: -vpu-
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Einfalltor in die Jülicher Kernstadt: Von Titz und über Mersch rollt der Tour-Tross durch den Kreisel Merscher Höhe rechts auf die Neusser Straße. Drei Wassersäulen in den französischen Farben sprudeln schon. Den Strom für die Pumpen liefern Photovoltaik-Module. Foto: Uerlings
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Mitarbeiter der Stadt Jülich und Streckenposten sind am Sonntag an Warnwesten zu erkennen. Foto: Stadt/Stein

Jülicher Land. Dem Vergleich mit Frankreich hält das Jülicher Land nicht stand, wo das Tour-Fieber ganze Dörfer regelrecht verwandelt. „Die Ausschmückung ist da schon anders als hier bei uns“, sagt Rolf von der Gracht, und der muss es wissen. 40 Jahre stand er beim Radsport-Club Jülich an der Spitze, ehe vor kurzem Dirk Müller übernahm.

Von der Gracht reist allein und mit Familie regelmäßig zur großen Schleife in die „Hölle des Nordens“, an die Atlantikküste oder vor allem in die Alpen und Pyrenäen. „Jetzt haben wir es vor der Haustür und freuen uns wie Bolle“, sagt der frühere RSC-Vorsitzende. Sein Club feiert morgen eine Tour-Party in Mersch: ab etwa 13 Uhr am Ortseingang. Und ein vier Meter hohes neues Vereinsmaskottchen („Günter“) ist erstmals dabei.

Diese bewegliche Radfahrer-Figur hat der RSC schon nach Mersch gebracht, sie wird rechtzeitig am Streckenrand stehen. „Wir machen es uns da gemütlich und schauen zu. Für uns Radsportler ist das natürlich ein Highlight“, sagt Rolf von der Gracht über seine erste und wohl einzige „Heimatetappe“ einer Tour de France.

Die Club-Aktion ist nur eines von vielen Beispielen, wie das Jülicher Land das größte Radsportereignis der Welt empfängt. In Jülich sind nicht nur viele Schaufenster geschmückt. Und am Eingang der Kernstadt am Kreisverkehr Merscher Höhe sprudeln drei Plexiglas-Wassersäulen in den französischen Landesfarben. Wie sich das in einer Solarstadt gehört, werden sie von Photovoltaik-Modulen mit Strom versorgt. Hier kommen die Radprofis an und fahren hinunter in die Stadt, wo sicher einige Tausend Zuschauer das Ereignis verfolgen werden. Das üppige Rahmenprogramm in allen Nordkreis-Orten der Tour beginnt meist schon am frühen Vormittag.

Auf der Strecke gilt: Rien ne va plus. Fünf Stunden lang ist das Jülicher Land morgen während der Tour-de-France-Etappe zweigeteilt: von 12 bis 17 Uhr. Dann geht nichts auf den Landesstraßen 241 und 136 von Jackerath über Titz und Mersch, durch Jülich, entlang von Aldenhoven und durch Schleiden. Sie werden in diesem Zeitfenster laut Polizei für den regulären Straßenverkehr komplett gesperrt, sowohl inner- als auch außerorts. Ein Befahren oder Überqueren werde nicht möglich sein. Hier gilt zudem absolutes Halteverbot.

Für die Sperrmaßnahmen innerhalb und außerhalb der Orte sowie für die Überwachung von Parkverboten und gegebenenfalls Abschleppmaßnahmen sind die Kommunen Titz, Jülich und Aldenhoven zuständig, schreibt die Polizei, die sich ihrerseits mit darum kümmert, Gefahren für Teilnehmer und Zuschauer zu minimieren und größere Verkehrsstörungen abseits der Rennstrecke zu verhindern.

Alle Kommunen setzen Streckenposten ein. Im Falle von Jülich sind alle Mitglieder des Tour-Teams an Warnwesten zu erkennen und ansprechbar.

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