Siersdorf - Das Herrenhaus der Ordensburg Kommende wechselt den Besitzer

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Das Herrenhaus der Ordensburg Kommende wechselt den Besitzer

Von: Adi Zantis
Letzte Aktualisierung:
Der Vorstand des Förderverein
Der Vorstand des Fördervereins mit dem Vorsitzenden Guido von Büren (M. mit Urkunde) ist hoch erfreut. Im Beisein von Walther Schieffer, Justus Peters und Ludwig Bartmann (v. r.) wurde die Übereignung des Herrenhauses der Kommende Siersdorf feierlich besiegelt.

Siersdorf. Was für ein denkwürdiger Tag für den Förderverein Kommende Siersdorf: Mit Urkunde und Siegel des Notars wurde das Herrenhaus der Siersdorfer Ordensburg vom bisherigen Eigner der Erbengemeinschaft Heusch der Fördergemeinschaft als neuem Besitzer übergeben.

Hoch erfreut gab Vorsitzender Guido von Büren auf der eigens einberufenen Mitgliederversammlung die frohe Botschaft von der „Übertragung des Objektes” bekannt.

Von Büren kennzeichnete das freudige Ereignis als „einen Meilenstein” auf dem Weg zum Erhalt der Deutschordens-Kommende als bedeutendes Baudenkmal der Renaissance, um somit dem weiteren Verfall ein Ende zu bereiten. Es hat lange gedauert, das Vertragswerk unter Dach und Fach zu bringen. Der Vorsitzende würdigte vor allem das Engagement von Ludwig Bartmann und Gerhard Heusch, die sich intensiv und zielstrebig im Namen der Erbengemeinschaft für die Übereignung an den Förderverein eingesetzt hatten. Auch die juristische Unterstützung durch Rechtsanwalt Justus Peters sowie die bautechnische Beratung durch den Architekten Walther Schieffer waren für die langwierigen Verhandlungen eine bedeutsame Hilfestellung.

Seit 2008 waren auf der Grundlage eines Gutachtens durch das Kölner Architektur-Büro Kandler-Kirch erste konkrete Schritte für die Bestandssicherung und den Wiederaufbau des Herrenhauses als geschlossenes Gebäude-Ensemble eingeleitet worden. Von Büren hob in diesem Zusammenhang die Kölner Bezirksregierung als „energiegeladenen Partner” hervor. Er lobte ebenso den Einsatz der Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie der der Gemeinde Aldenhoven.

Zurzeit liegen erste Förderzusagen in Höhe von 300.000 Euro vor. Hinzu kommt eine Eigenleistung von etwa 30.000 Euro. Weiterhin wird das Vorhaben mit dem Förderverein als neuem Träger als „National wertvolles Kulturdenkmal” bestätigt, so dass auch für die folgenden Jahre die Voraussetzungen gegeben sind, Zuschüsse von der öffentlichen Hand zu erhalten.

Namens der Familie Heusch sprach Ludwig Bartmann von „einem bedeutsamen Ereignis” für die beteiligten Vertragspartner. Er lobte ausdrücklich die „kenntnisreichen Bemühungen” des Vorsitzenden Guido von Büren, der damit auch den Interessen der Erbengemeinschaft entsprochen habe. Aus der Versammlung heraus sprach Günther Schorn vom „eifrigen Einsatz”, mit dem der Jülicher Historiker Guido von Büren „vornehmlich in den letzten Jahren vieles auf den Weg gebracht hatte”. „Was in vielen Jahren in Siersdorf nicht möglich gemacht wurde, kann jetzt endlich in Angriff genommen werden.”

Vorsitzender von Büren hob noch einmal die Obliegenheit der Gemeinde Aldenhoven hervor, deren verwaltungstechnische Aufgaben als untere Denkmalbehörde wie auch im Bereich des Planungsrechtes erforderlich sind. Er sieht auch breite Zustimmung in Reihen des Gemeinderates. Sobald die Mittel fließen, können nach vorsichtiger Einschätzung erste bauliche Maßnahmen schon im Herbst 2012 in Angriff genommen werden.

Damit der Dialog mit der Familie Heusch fortgeführt werden kann, gehört Gerhard Bartmann weiter dem Fördervereinsvorstand an. Der Verein will die Öffentlichkeit begeistern und den Tag des offenen Denkmals am 9. September nutzen. Mit großen Informationsveranstaltungen soll die Bevölkerung über die neuen Ideen im Zuge der Maßnahmen zum Wiederaufbau der Kommende informiert werden.
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